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Rettungsaktion vor St. Peter-Ording : Gefährlicher Ausflug ins Wattenmeer

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zwei Spaziergänger mussten am Sonntag (9. November) von einer Sandbank vor St. Peter-Ording gerettet werden. Sie waren trotz Flut ins Watt gelaufen. DLRG, Feuerwehr und Rettungsdienst waren im Einsatz.

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erstellt am 09.Nov.2014 | 18:45 Uhr

Zu einem Rettungseinsatz im Watt vor Ording wurden am Sonntagmittag DLRG, Feuerwehr und Rettungsdienst gerufen. Zwei Wattwanderer mussten von einer Sandbank geholt werden, sie waren dort vom Meer eingeschlossen worden, wie die DLRG mitteilt. Denn obwohl die Flut seit mehreren Stunden bereits auflief, hatten sich die beiden Urlauber auf den Weg in Richtung Westerhever Leuchtturm gemacht. Sie wollten das sonnige Wetter ausnutzen, um Fotos von sich vor dem bekannten Wahrzeichen zu schießen. Nachdem sie bereits das Ende der Ordinger Sandbank erreicht hatten, suchten sie nach einem Weg durch das mit tiefen Prielen durchzogene Wattenmeer. Als das Paar feststellte, dass es keinerlei Durchkommen nach Westerhever gab, wollten sie zur Ordinger Sandbank zurückkehren. Jedoch machte ihnen die Flut einen Strich durch die Rechnung, das Wasser hatte sämtliche Wege versperrt, nur noch eine kleine Sandbank bot den beiden Zuflucht. Per Handy setzten sie schließlich den Notruf ab. Rettungsdienst, Feuerwehr und DLRG wurden alarmiert. Mit drei DLRG-Allradfahrzeugen und dem Feuerwehr-Luftkissenboot versuchten die Einsatzkräfte die Spaziergänger ausfindig zu machen. Die Luftkissenboot-Besatzung entdeckte sie, konnte jedoch aufgrund des Wellenganges nicht zur Sandbank gelangen. Parallel war bereits das DLRG-Rettungsboot zu Wasser gebracht worden. Der Besatzung gelang es schließlich, bis an die Sandbank heranzufahren. Das Paar wurde an Land gebracht. Der ebenfalls alarmierte Rettungshubschrauber konnte den Anflug abbrechen. Nils Stauch von der DLRG St. Peter-Ording sagt dazu: „In den vergangenen Wochen sind wir mehrfach wegen Wattwanderern, die sich in Not befanden, alarmiert worden. Gerade in den kalten Monaten ist es aufgrund der niedrigen Wassertemperaturen gefährlich, die Gezeiten nicht zu beachten.“ Er bittet daher alle Spaziergänger, sich vor einem Ausflug ins Watt über die Gefahren und Besonderheiten zu informieren.

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