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Diskussion im Tönninger Bauausschuss : Gefährliche Pläne der Bahn

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der stark frequentierte Übergang in der Tönninger Badallee soll nur noch mit Halbschranken gesichert werden. Der Bauausschuss hält das für eine riskante Idee. Denn auch viele Kinder und nutzen ihn auf dem Schulweg.

Das geht gar nicht, viel zu gefährlich – darin war sich der Bauausschuss von Tönning in seiner jüngsten Sitzung ein. Die Bahnschranke in der Badallee stand zur Diskussion. Die Deutsche Bahn beabsichtigt, die dort vorhandenen straßenbreiten Schranken durch halbseitige Rot-Weiß-Schranken zu ersetzen. „Auch in der Gardinger Chaussee will das Unternehmen so verfahren“, so der Büro leitende Beamte, Matthias Hasse. In beiden Bereichen soll auch eine kleine Schranke für den Fußgängerbereich installiert werden.

Während das Gremium das Vorhaben in der Gardinger Chaussee billigte, sah es den Plan für die Badallee direkt am Bahnhof äußerst kritisch. „Eine Halbschranke ist an dieser Stelle viel zu gefährlich“, stellte der Ausschuss-Vorsitzende Hauke Schmidt unmissverständlich klar. Der Bahnübergang sei Teil des Schulweges, den sehr viele Kinder und Jugendliche auf dem Weg von der nahegelegenen Gemeinschaftsschule zum Bahnhof nehmen müssten. Nicht auszudenken, was passieren könnte, wenn diese schnell um die Schranke herumlaufen oder - radeln, um noch zum Zug zu kommen. „Das können wir so nicht zulassen, das müssen wir dem Bahnunternehmen klar machen“, so Stefan Runge und erntete volle Zustimmung.

Außerdem möchte die Bahn den Bahnübergang im Bumsweg stilllegen. Und auch darüber gibt es noch Diskussionsbedarf. Es müssten die Landeigentümer und der Ortsbeirat Kating in die Entscheidungsfindung mit einbezogen werden, versicherte Hasse. Bis zur nächsten Bauausschuss-Sitzung wird sich die Verwaltung mit diesem umstrittenen Sachverhalt befassen, entschieden die Stadtvertreter.

Eigentlich wollte der Ausschuss mit der Planung der neuen Obdachlosenunterkunft schon weiter sein. Doch er wurde mit einem unerwarteten Problem konfrontiert. In der vorherigen Sitzung im Juli war mit dem zuständigen Architekten vereinbart worden, dass er bis Ende Juli eine detaillierte Abrechnung der Leistungsbeschreibungen vorlegt. Doch in der aktuellen Sitzung fehlte nicht nur der Architekt. Auch das versprochene Leistungsverzeichnis lag nicht vor. Wohl sei eine grobe Kostenschätzung per E-Mail in der Verwaltung eingegangen, so Kornelius Ruddeck vom Bauamt. Dennoch war die Enttäuschung bei allen Beteiligten groß. „Die Sache ist so nicht korrekt“, befand Hauke Schmidt. Doch die Zeit drängt, schließlich sollte mit den ersten Arbeiten schon im Herbst begonnen werden. Auch wenn die vorliegende Berechnung noch nicht detailliert sei, werde man im Bauamt mit spitzen Bleistift die Vorgaben überprüfen um Verteuerungen von vornherein auszuschließen.

Die Umrüstung der Straßenlampen auf die energiesparende LED-Technik kommt gut voran, bestätigte Ruddeck. Bereits im vergangenen Jahr sei ein Drittel des Stadtgebietes mit den neuen Lampen ausgestattet worden. „In diesem Jahr sind bereits 190 Leuchten ausgetauscht worden.“ Und im kommenden Jahr würde der Rest folgen, dazu gehöre auch Kating.

Auch der Erweiterungsbau am Feuerwehrgerätehaus kam an diesem Abend zur Sprache. „Was hier in Eigenleistung erbracht wird, kann nicht groß genug hervorgehoben und gelobt werden“, so Schmidt. „Ohne ihren Sachverstand und ihre begeisterte Mitarbeit beim Ausbau des Jugendraumes hätten wir das Ganze vergessen können.“ Und Ruddeck stellte klar: „Ohne ihre Unterstützung wäre das ganze Projekt teurer geworden.“

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