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Flugunfall über Eiderstedt : Gedenken an eine Tragödie

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Vor zehn Jahren stürzten zwei Tornados zwischen Tating und Poppenbüll ab: Sie waren bei einem Luftkampfmanöver kollidiert. Eine Crew konnte sich mit dem Schleudersitz retten, die andere starb. Zum Jahrestag am Ostermontag wird der beiden Opfern gedacht.

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erstellt am 21.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Wer damals in der Nähe war, wird den Anblick wohl sein Lebtag nicht vergessen: Vor zehn Jahren stürzten über dem westlichen Eiderstedt zwei Tornados der Luftwaffe ab, zwei Offiziere kamen dabei ums Leben. Bei einem Luftkampfmanöver waren die beiden Flugzeuge zusammengestoßen und brennend vom Himmel gefallen. Über dem Gebiet zwischen Poppenbüll und Tating regnete es Trümmerteile.

Am Ostermontag, 21. April, dem Jahrestag des Unfalls, soll in der Poppenbüller Kirche der beiden Opfer gedacht werden. Die Veranstaltung des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 „Immelmann“ aus Jagel, zu der die Tornados und ihre Crews gehörten, beginnt um 14 Uhr. Um 14.45 Uhr wird am Gedenkstein am St.-Johannisring ein Kranz niedergelegt.

Eine Verkettung unglücklicher Umstände hatte zu der Tragödie geführt. Drei Tornados waren an jenem Morgen vor zehn Jahren zu einem Ausbildungsflug gestartet. Nach den Luftkampfmanövern sollte noch Luftbetankung geübt werden. Doch ehe es so weit ist, endet die Mission gegen 10.15 Uhr in einer Katastrophe: Zwei Jets berühren sich, explodieren und trudeln als Feuerbälle zu Boden. Eines schlägt nur 80 Meter von einem Wohnhaus entfernt auf einem Feld auf. Eine Crew kann sich mit dem Schleudersitz retten, die andere stirbt noch in der Luft.

Der Tanker flog zu diesem Zeitpunkt in sicherer Entfernung – er kehrte als einziges Flugzeug der Mission zur Heimatbasis zurück.

 

 

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