zur Navigation springen
Husumer Nachrichten

18. November 2017 | 00:06 Uhr

Musikantenbörse : Garding wird wieder gerockt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Im Zeichen der Musikantenbörse steht Gardings Innenstadt jeden Dienstag bis zum 22. August. Zum 20. Mal findet das Live-Spektakel statt. Die Idee hatte einst Knut Kiesewetter.

von
erstellt am 04.Jul.2017 | 07:00 Uhr

Sie gehört zu einer der beliebtesten Veranstaltungen auf Eiderstedt, und das nun schon seit 20 Jahren: die Musikantenbörse in Garding. Vom 4. Juli bis zum 22. August wird die Stadt wieder jeden Dienstagabend gerockt. Ob Solisten oder Bands, ob laut oder leise, ob Folk oder Rock – auf den fünf Bühnen in der Innenstadt, drei Freiluft und zwei unter Dach, ist für jeden etwas dabei. Immer dienstags in der Zeit von 19 bis 23 Uhr wird live Musik gemacht. Die Bands reisen mittlerweile aus ganz Deutschland an. Seit fast 20 Jahren ermöglicht der Verein Musik für Garding jeden Sommer dieses fröhliche Spektakel.

Die Bands und Solisten präsentieren sich und ihre Musik um sich einerseits bekannter zu machen und andererseits aus Spaß an der Freud. Denn in Garding herrscht eine unvergleichliche Atmosphäre, die allein schon Grund genug ist, dass sich sehr viele der hier angetretenen Musiker schon für die nächste Musikantenbörse bewerben, wie der Vereins-Vorsitzende Rainer Martens betont. Eine Bewerbung im klassischen Sinne gebe es eigentlich nicht, denn der Verein heißt grundsätzlich jeden Musiker willkommen, der es sich zutraut, seine Musik dem Gardinger Publikum zu präsentieren. Die Künstler, die zumeist Amateure sind, erhalten keine Gage, sondern sind mit einer kleinen Aufwandsentschädigung, einem Happen zu essen und ein paar Getränken zufrieden. Demnach ist auch der Eintritt für die Zuschauer und -hörer frei. Das Publikum – es sind ungefähr 2000 pro Abend – kann an jedem Dienstagabend zwischen meist vollkommen verschiedenen Musikrichtungen in der Enge Straße auf der Lütt Matten-Bühne, dem Stallerhaus und der Offenen Bühne neben dem Alten Rathaus, der Hopfenmarkt-Bühne, der Kontor-Bühne in der Fahrtstraße und der Offenen Bühne wählen, denn es ist alles dabei, vom Schlager bis zum Death Metal. Am Eröffnungsabend spielen Helge Keipert (Lütt Matten), Scheisskapelle und St.-Jürgen-Bluesband (Hopfenmarkt), DieTone (Dat Kontor), Finn-Bo&Lukas (Altes Rathaus), In2Parts (Offene Bühne).

An einem Informationsstand erhält der Gast das aktuelle Heft zur Musikantenbörse und Auskünfte zu dieser Veranstaltung. Außerdem ist natürlich für Essen und Getränke gesorgt. Es ist in großem Maße den ehrenamtlichen Helfern und den Sponsoren, wie beispielsweise Thomas Andresen, der die Bühnenanhänger zur Verfügung stellt – zu verdanken, dass solch eine Veranstaltung noch durchgeführt werden kann, denn Kosten – wie beispielsweise an die GEMA – entstehen natürlich, so Martens weiter. Zahlreiche Helfer sorgen am Ende jeden Abends dafür, dass die Innenstadt wieder aufgeräumt ist.

Der Begriff Musikantenbörse kommt aus einer Zeit, als Musiker beim Arbeitsamt anstanden um Engagements zu erhalten. Der im Dezember 2016 verstorbene bekannte Musiker Knut Kiesewetter brachte dieses Wort ins Spiel, als er 1998 die erste Musikantenbörse Garding mit ins Leben rief. Der Verein Musik für Garding wurde im Jahre 2000 gegründet, um dieses Event auf größere Füße zu stellen und die Stadt Garding belebter zu machen, wie Martens erläutert. Inzwischen ist ein umfangreiches Netzwerk entstanden. Die Musiker werden vom Verein an anfragende Veranstalter empfohlen und erhalten so doch einige Engagements mehr. Die Musikantenbörse ist im Laufe der Jahre auch zu einem Vorbild für andere Veranstalter geworden, die sich dieses Prinzip zu Eigen machen und die Live-Musik damit fördern.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen