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Mehr Leben in Gardings Innenstadt : Garding will Kutscherhaus kaufen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Aus dem Gebäude am Stadtpark soll ein Veranstaltungszentrum werden. An den Kosten will sich eine Stiftung beteiligen.

Um die Zukunft des Kutscherhauses am Gardinger Stadtpark ging es in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt. Ideen für seine künftige Nutzung gebe es genug, erklärte Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt (CDU). Doch vorher müsse geklärt werden, ob das so genannte Kutscherhaus vom jetzigen Eigentümer verkauft wird. Hier hatte die Bürgermeisterin eine gute Nachricht im Gepäck: „Sollten wir dieses Gebäude zu einem Kulturzentrum mit Bürgersaal umfunktionieren, wäre der Eigentümer bereit, das Gebäude zu verkaufen.“

Ziel sei es, mit dem Kulturzentrum die Innenstadt zu beleben und attraktiver zu gestalten. Wo derzeit vor dem Gebäude noch bunte Pfähle stehen, könnte zum Stadtpark hin eine Außenterrasse angelegt werden. Auch sanitäre Anlagen, die sowohl vom Stadtpark als auch vom Inneren des Gebäudes begehbar sind, gehören zur Ideenliste. „Hier könnten auch Vereine und Verbände Feiern veranstalten“, lautete ein weiterer Vorschlag von Kummerscheidt. Schon bald solle ein erster Plan vorliegen. „Und dann müsste noch geklärt werden, was an Gesamtkosten auf uns zukommt.“ Ein positives Signal kam bereits von einer Stiftung. „Sie beabsichtigt, dieses Ansinnen massiv mit einem sechsstelligen Betrag zu unterstützen.“ Sollen dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt werden können, käme eine Menge Arbeit auf die Stadtvertreter zu. Das Gremium stand dem Kauf insgesamt positiv gegenüber. Das Kutscherhaus wurde 1903 errichtet und diente früher als Getreidespeicher und Fahrzeuggarage.

Dann kam Andrea Kummerscheidt auf den geplanten Discounter zu sprechen. Der Baubeginn würde sich zwar verschieben, dies hätte allerdings einen positiven Grund. „Es hat sich zu unserer Überraschung ein Textilgeschäft gemeldet, das mit einsteigen möchte.“ Dies mache jedoch eine Änderung des Bebauungsplanes notwendig. Das heißt, dieser müsse nochmals für Träger öffentlicher Belange und für die Öffentlichkeit ausgelegt werden. Mit dem Textilfachgeschäft würde aber das Einkaufszentrum aufgewertet werden, so die Bürgermeisterin.

Probleme gibt es dagegen im Bauhof von Garding. Es muss das Personal aufgestockt werden. Dies machte der Leiter des Bauhofes, Rüdiger Völz, in der Sitzung deutlich. „Wir können nicht alle Aufgaben bewältigen, da uns die personellen Kapazitäten fehlen.“ Der Bauhof sei technisch gut ausgestattet, und das Team würde auch sehr gute Arbeit leisten. „Um jedoch alle Aufgaben abarbeiten zu können, benötigen wir noch eine Vollzeitkraft“, so Rüdiger Völz.

Auch Thomas Helmke vom Amt Eiderstedt, dort zuständig für das Tiefbauwesen, unterstrich die Notwendigkeit und verwies in diesem Zusammenhang auf ein weiteres Problem. „Mit dem zusätzlichen Gewerbegebiet kommt noch mehr Arbeit auf den Bauhof zu.“ Schützenhilfe kam auch vom stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Bernd Petersen (CDU): „Wir wollen, dass unsere Stadt gepflegt aussieht und sich die Menschen in ihrer Stadt und auch die Touristen hier wohlfühlen.“ Doch langfristig ist nur eine zusätzliche Fachkraft keine Lösung. Auch dies wurde deutlich. „Schauen wir uns den Altersdurchschnitt der Mitarbeiter an, so müssen bei uns allen die Alarmglocken läuten“, so Völz. Deshalb müsse man den Bauhof aufstocken, um die zusätzlichen Mitarbeiter rechtzeitig auf ihre Aufgaben vorbereiten zu können. Andrea Kummerscheidt schlug vor, sich mit diesem Thema schon im kommenden Jahr intensiv zu beschäftigen. In diesem Zusammenhang kam die Frage auf, ob der Bauhof als Ausbildungsbetrieb fungieren könne. „So könnten wir unsere eigenen Leute ausbilden, die sich dann vor Ort auch bestens auskennen würden“, Kay-Uwe Cornils (SPD). Doch aktuell gehe es jetzt darum, eine Fachkraft einzustellen. Nach den Vorstellungen des Gremiums sollte es ein Landschaftsgärtner oder -bauer sein.

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