Eine Frage des Aussehens : Garding soll interessanter werden

Zu wenig Auswärtige finden den Weg in Gardings Innenstadt, lautet das Ergebnis eines Workshops.
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Zu wenig Auswärtige finden den Weg in Gardings Innenstadt, lautet das Ergebnis eines Workshops.

Die Stadt hat zwar einiges zu bieten, aber sie präsentiert sich noch nicht optimal. Zu dieser Erkenntnis waren Teilnehmer eines Workshops gekommen. Es soll nun an den Stärken und Schwächen im Erscheinungsbild gearbeitet werden.

shz.de von
13. Juni 2014, 15:00 Uhr

Stärken und Schwächen Gardings aufzeigen und das künftige Profil der Stadt erarbeiten – so lautete die Aufgabe eines Workshops, der von Tourist-Information und Stadtmarketing der Mommsen-Stadt veranstaltet worden war und an dem Vertreter von Vereinen und Verbänden der Stadt teilgenommen hatten. Über das Ergebnis berichtete Simon Albertsen, zuständig für das Stadtmarketing, im Wirtschafts- und Tourismusausschuss. „Zahlreiche Einrichtungen und Gebäude fallen bei der Durchfahrt negativ auf“, lautete sein Fazit. So wirke das Parkleitsystem eher wie ein „Durchfahrt verboten“-Schild. Dies habe zur Folge, dass der traditionelle Wochenmarkt von den Gästen nicht genutzt werde und die Altstadt sowie der Stadtpark nicht bekannt sei. „Die Teilnehmer des Workshops wiesen außerdem auf das schlechte Erscheinungsbild an der Bundesstraße 202 hin“, berichtete Albertsen weiter. Derzeit biete die Ortsdurchfahrt eher eine rummelige Optik, so seine Einschätzung. So müsse ein deutlicher und einladender Hinweis auf die Innenstadt aufgestellt werden. Das gleiche gelte für die Dreilandenhalle sowie für den Hafenplatz und die Mühle. „Unter dem Motto ‚Unsere Stadt soll schöner werden ‘ sollten wir Unternehmer und die Bürger dazu auffordern, mit anzupacken um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen.“

Dabei habe Garding in den Bereichen Musik, Kunst und Kultur sowie Tourismus einiges zu bieten, das hervorgehoben und für die Gäste zugänglich gemacht werden sollte. So erinnerte er an den Verein Musik für Garding, die Musikantenbörse und an die zahlreichen Veranstaltungen des Fördervereins Kunst und Kultur Eiderstedt (FKE).

Auch auf die Internetseite ging Simon Albertsen ein. „Wir haben zwar eine umfangreiche Internetseite, aber vom Inhalt her bietet sie sehr wenig.“ Weiter sprach er sich dafür aus, die Zimmervermittlung auf die Stadt zu übertragen. „Wir könnten per Knopfdruck sofort damit beginnen.“ Der Souvenir-Verkauf sollte forciert werden.“ Auch Schleswig-Holsteins Lieblingsthema Fahrrad sollte die Stadt dringend aufgreifen. Ferner sprach er sich dafür aus, einen Tag der Vereine einzurichten. Derzeit sei er jedoch mit den Vorbereitungen für das Stadtfest am 27. Juli beschäftigt. „Das ist ein Aushängeschild, mit dem wir uns von unserer besten Seite präsentieren können.“

Um die künftige Präsentation der Halbinsel geht es beim Thema Lokale Tourismus-Organisatio (LTO), die die Tourismus-Zentrale Eiderstedt ersetzen soll. Nach den Tourismus-Ausschüssen von St. Peter-Ording und Tönning hat sich auch das Gardinger Gremium dafür ausgesprochen. Im September soll der endgültige Beschluss zur Auflösung der TZE und zur Bildung der LTO gefasst werden. Eigentlich sollten die Weichen bereits im vergangenen Jahr gestellt und die Neugründung der LTO zum 1. Januar 2014 gegründet werden (wir  berichteten). Mit einer Verzögerung von einem Jahr soll nun das Projekt umgesetzt werden, berichtete Bürgermeister und TZE-Vorsitzender Ranjet Biermann. „Die Zusammenarbeit in der LTO auf kommunaler Ebene wird durch kommunale Verträge geregelt.“ In der neuen Organisation sollen künftig alle touristischen Kräfte auf Eiderstedt gebündelt werden, mit dem beliebten Nordseebad St. Peter-Ording als Zugpferd, so Biermann vor dem Ausschuss. Dieses ambitionierte Ziel wird von Garding mitgetragen, wie sich bei der Abstimmung zeigte. Einstimmig gaben die Mitglieder das Signal, dass sie diesen neuen Weg mitgehen wollen.

Einen Blick auf die zurückliegende Eiderstedt-Messe in Garding warf Serge Hatzenbühler vom Gewerbeverein Garding. „Trotz Ferienwoche war es die bestbesuchte Messe, die wir bisher durchgeführt haben.“ Mehr als 5500 Messebesucher informierten sich bei der dreitägigen Gewerbepräsentation. In drei Jahren werde es die nächste Eiderstedt-Messe geben, sagte er.

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