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Husumer Nachrichten

17. Dezember 2017 | 05:53 Uhr

Eiderstedt : Garding plant weiteres Wohngebiet

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Im Westen von Garding soll ein Areal für kleine bis mittelgroße Wohnungen entstehen. Deren Bau könnte im Frühjahr 2019 beginnen.

In Garding soll ein neues Wohngebiet entstehen. Dies war unter anderem Thema in der jüngsten Bau- und Umweltausschuss-Sitzung der Stadt Garding. Dana Götze, Benjamin Götze und Tim Haferl vom Planungsbüro GH Projektentwicklung GmbH & Co. KG in Osterhever stellten die ersten Informationen zu einer Reet- und Friesensiedlung auf der Bodewaldt’schen Fenne vor. Hierbei handelt es sich um das Gebiet nördlich der Straße Norderring, südlich der Bebauung Stocklegger und westlich der Straße Lüch Op im Westen der Stadt. Bei den Planungen sei man auf die Bedürfnisse der Stadt Garding und des Umlandes eingegangen, erläuterte Dana Götze. „Wir haben den Schwerpunkt auf kleinere Wohneinheiten gelegt.“ Ziel sei es, dass für jeden Geldbeutel eine erschwingliche Wohnung angeboten werden könne. Die Größen belaufen sich nach den derzeitigen Planungen auf 50 bis 90 Quadratmeter. Aber auch größer Wohnungen für Familien seien möglich. „Wir sind in den Planungen noch sehr flexibel, noch können Änderungen und besondere Wünsche berücksichtigt werden.“ So könnte in den Planungen auch ein Bereich für Senioren-Wohnungen mit Garten und eventuellem Pflegedienst eingearbeitet werden. „Läuft alles gut, könnten wir mit den Tiefbauarbeiten im Sommer des kommenden Jahres schon beginnen.“ Somit könnte im Frühjahr 2019 mit dem Bau der Häuser angefangen werden. Nach kurzer Beratung gaben die Ausschussmitglieder grünes Licht für die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 22. „Damit geben wir den Startschuss für das Bauleitplanverfahren“, so Ausschuss-Vorsitzender Bernd Petersen.

Weiter beschäftigte sich das Gremium mit dem Flächennutzungsplan der Stadt. Dabei sollen mehrere Teilgebiete unter anderem östlich der Welter Straße und südlich der Bahnstrecke Tönning–St. Peter-Ording unter die Lupe genommen werden. So beabsichtigt die Stadt Garding am südlichen Ortsrand an der Welter Straße ein neues Baugebiet für Wohnbebauung zu erschließen. „Im aktuellen Flächennutzungsplan sind die vorgesehenen Flächen jedoch als Gewerbeflächen eingetragen“, erläuterte Sven Methner vom gleichnamigen Planungsbüro in Meldorf. Diese müssten dann entsprechend umgewidmet werden. Weiter soll im Zuge der Überprüfung des F-Plans bisher ungenutzte wohnbauliche Entwicklungspotenziale im Stadtgebiet überprüft werden. Gegebenenfalls müssten die bisherigen Wohnbauflächen im Stadtgebiet entwidmet werden, so der Planer. „Sonst laufen wir Gefahr, eine Überbevorratung im F-Plan auszuweisen“, erklärte Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt. Einstimmig gaben die Ausschuss-Mitglieder grünes Licht für die Fassung des Aufstellungsbeschlusses.

Mit einer weiteren Änderung eines Bebauungsplanes (B-Plan) möchte die Stadt Garding Flächen für ein zusätzliches Gewerbegebiet sowie Areale für den Gemeindebedarf ausweisen. Es betrifft das Gebiet östlich der Welter Straße und südlich der Bahnstrecke Tönning-
St. Peter-Ording. Hier gestaltet sich der Sachverhalt jedoch etwas kompliziert, wie in der Sitzung deutlich wurde. „Der Bebauungsplan Nr. 11 für den Bereich der Amtsverwaltung und die nähere Umgebung ist nie rechtskräftig geworden“, erläuterte Kummerscheidt. Somit befände sich planungsrechtlich das Amtsgebäude und die umliegenden Gebäude im Außenbereich. Eine Nutzungsänderung oder Weiterentwicklung der Flächen sei dadurch nur unter erschwerten Voraussetzungen möglich, so die Bürgermeisterin weiter. Nach kurzer Aussprache wurde auch dieses Projekt bewilligt.

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