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150 Euro pro Fehlalarm : Garding kassiert für Einsätze der Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Fehlalarme für die Feuerwehr der Stadt Garding häufen sich, nun werden Gebühren erhoben. Die Stadtvertretung zeigte sich zudem über Forderungen der Nachbargemeinde irritiert, deren Brandschutz Garding übernommen hat.

Im kommenden Jahr feiert die Stadt Garding ihr 425-jähriges Bestehen. Weder Termin noch ein Festprogramm stehe bereits fest, teilte Bürgermeisters Ranjet Biermann in der Einwohner-Fragestunde mit. Weiter wurde danach gefragt, wo die Tulpenzwiebel gesetzt werden sollen. Es hätten sich schon Helfer angeboten. Auch das soll demnächst geklärt werden, versprach Biermann. Zu den Gästen gehörte auch Torsten Beck. Der Ingenieur aus Karlsruhe stellte dem Stadtrat das Pilotprojekt „Kooperationsraum Mittleres Eiderstedt/Garding“ vor. Hierbei geht es um die Förderung eines Projektes zur integrierten Mobilitätsentwicklung durch das Bundes-Verkehrsministerium. „Alle Bürger sollen langfristig die Chance haben, in angemessener Zeit alle notwendigen Angebote der Daseinsvorsorge zu erreichen.“ Dies sei das angestrebte Projektziel, so der Referent. Hierfür sollte Garding als Versorgungsraum genutzt werden. Der demographische Wandel zwinge dazu, dass die ländlichen Zentralorte mit den Nachbargemeinden kooperieren. Diese Entwicklung sei unumkehrbar. Am 29. Oktober soll es eine Abschlussveranstaltung geben, in der über die Analyse informiert werden soll.

Die Vereinbarung zur Sicherstellung des Brandschutzes zwischen der Stadt Garding und der Gemeinde Kirchspiel Garding ist in jüngster Zeit auf den Prüfstand gekommen, mit dem Ergebnis: „Die mangelhafte finanzielle Beteiligung der Gemeinde Kirchspiel ist nicht mehr haltbar“, stellte Biermann klar. Daher habe es bereits mehrere Gespräche gegeben. Auch ein neuer Vertragsentwurf lag inzwischen beiden Seiten vor. Kritisch sahen die Gemeindevertreter der Gemeinde Kirchspiel die schriftliche Vereinbarung und forderten Nachbesserungen (wir berichteten). Davon waren die Stadtvertreter in Garding überhaupt nicht begeistert. Dennoch ließen sie sich auf die Änderungswünsche ein. So soll der neu Vertrag zu Beginn des neuen Jahres in Kraft treten. Doch in einem Punkt soll es Nachverhandlungen geben, entschied das Gremium der Stadt Garding. „Für über- und außerplanmäßige Investitionen ist das Einverständnis der Gemeinde Kirchspiel Garding einzuholen.“ So lautete die geänderte und gewünschte Fassung. Diese Fassung ist so gar nicht durchführbar, stellten einige Ratsmitglieder fest. Und der Bürgermeister wies außerdem darauf hin, dass dadurch die Möglichkeit der Eilentscheidungen ausgeklammert würden. Darüber müsse nochmals verhandelt werden. Doch der Unmut war deutlich im Stadtrat zu vernehmen. „Wir haben eine gemeinsame Feuerwehr und sollten auch gemeinsam die finanziellen Lasten tragen.“

Auch im nächsten Punkt ging es um die Leistung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Garding. In der jüngsten Vergangenheit musste die Wehr vermehrt zu Einsätzen ausrücken, die durch Fehlalarme von Brandmeldeanlagen in verschiedenen Einrichtungen und Betrieben ausgelöst worden waren. Nach der neu gefassten Tarifordnung über die Inanspruchnahme der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt kann den Betreibern der Anlagen eine Rechnung gestellt werden. Ab sofort wird daher die Feuerwehr für einen Fehlalarm von Brandmeldeanlagen 150 Euro kassieren, darauf einigte sich das Gremium.

Für den Ausbau der Marienstraße sollen nun die Planungen in Auftrag gegeben werden. Der Ausbau sei zum großen Teil bereits finanziert, bestätigte Biermann. Auch die Bauarbeiten des Geflügelzuchtvereins an seiner neuen Halle haben bereits begonnen. So ist dieser Tage die Betondecke gegossen worden, so dass demnächst mit dem Aufbau begonnen werden könne.

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erstellt am 28.Sep.2014 | 09:00 Uhr

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