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Bauboom in Garding : Garding erlaubt Ferienwohnungen im neuen Baugebiet

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein neues Wohngebiet entsteht hinter ehemaligen Berufsschule in Garding. Dort dürfen die Hausbesitzer auch Ferienwohnungen einrichten, allerdings liegt der Schwerpunkt auf Dauerwohnen.

Die Stadt Garding erlebt in jüngster Zeit einen ordentlichen Entwicklungsboom. Und so mussten sich die Stadtvertreter in ihrer jüngsten Sitzung einmal mit einigen Bebauungsplänen befassen. Die Beschlüsse dazu fielen einstimmig aus, das Gremium folgte dabei den Empfehlungen des Bauausschusses.

Dazu gehörte eine Satzung für den Bebauungsplan Nr. 34 b nördlich der ehemaligen Landesberufsschule. Nach Informationen des Städteplaners Sven Methner haben die Stellungnahmen der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange zu dem Ende vergangenen Jahres ausgelegten Entwurf des B-Plans „nichts Besonderes“ ergeben. Aus planungstechnischen Gründen haben sich im Ablauf Verzögerung ergeben, so Methner im Bauausschuss. Nach der Begründung der Stadt zu dem B-Plan soll die 2,3 Hektar große Fläche als Sonstiges Sondergebiet „Wohnen und Ferienwohnen“ ausgewiesen werden. Neben der Nachnutzung von Gebäudeteilen der früheren Schule für Appartements soll dauerhaftes Wohnen Schwerpunkt der Bebauung werden. Dabei sollen Immobilieneigentümer grundsätzlich die Möglichkeit haben, Ferienwohnungen in ihre Häuser zu integrieren.

Aus Gründen einer besseren Vermarktung muss die Verkaufsfläche für den Fachmarkt neben dem künftigen Lebensmitteldiscounter an der Welter Straße um 100 auf 550 Quadratmeter erhöht werden. Die planerische Voraussetzung hierfür ist eine 1. vorhabenbezogene Änderung des Bebauungsplanes für diese Gebiet ( B-Plan 35) durch einen Satzungsbeschluss. Die Planzeichnung des gültigen B-Planes wird durch diese Änderung nicht berührt und gilt weiterhin in der bisherigen Form. „Der Lärmschutz wird eingehalten“, bemerkte Sven Methner. Dazu seien die Stellungnahmen der Anwohner in die Planung eingeflossen. Ein 1,2 Meter hoher Erdwall entlang der Parkplätze an der Welter Straße werde außerdem realisiert, sagte er in der Sitzung des Bauausschusses.

Der „Startschuss“ für das Baugebiet „Pastoratsgarten“ (nördlich Süderstraße, östlich Fischerstraße und westlich Wörpelweg) fiel ebenfalls in der Sitzung der Stadtvertreter. Es wurde der Aufstellungsbeschluss für den B-Plan Nr. 36 gefasst.

Einstimmig sprachen sich die Stadtvertreter auch für den öffentlich-rechtlichen Vertrag zum Siedlungs- und Flächenmanagement im Kooperationsraum Mittleres Eiderstedt aus. Der Entwurf der Vereinbarung sieht vor, dass bei privaten und gewerblichen Bauvorhaben in den Mitgliedskommunen die gemeinsame Steuerungsgruppe Kenntnis erhält und dazu Vorschläge mit nicht bindenden Empfehlungen erarbeitet. Die Kommunen behalten aber jeweils ihre Planungshoheit.

Zum Auftakt der Sitzung des Bauausschusses informierte Ellen Jappsen von gleichnamigen Husumer Architekturbüro über die Pläne zur Erweiterung der Kindertagesstätte in der Marienstraße. Dies solle durch einen Neubau erfolgen, der einen Gebäudeteil ersetzt, in dem bisher unter anderem die Hausmeisterwohnung lag. Neben Verbesserungen im Brandschutz und der Akustik im Bestandsgebäude widmete sich die Architektin der Präsentation der baulichen Erweiterung. Darin werden Gruppen-, Krippen- und Nebenräume, sanitäre Einrichtungen, Büros, eine Küche und ein Multifunktionsraum untergebracht. Für viel Tageslicht sorgen große Fensterflächen. Der Kreis sei mit der vorliegenden Planung einverstanden, bemerkte die Vortragende.

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