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Husumer Nachrichten

12. Dezember 2017 | 21:06 Uhr

Ockholm : Fusion: Neuer Sportverein in Ockholm

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bei der Jahresversammlung des ehemaligen TSV Fahretoft-Waygaard wird das neue Logo präsentiert. Der Vorsitzende John Witt ist wiedergewählt.

Den Vereinsnamen TSV Fahretoft-Waygaard gibt es nicht mehr. Aber den Sportverein, der bisher dahinter stand, gibt es sehr wohl noch. Er bietet Sport im Nordsee-Erholungsort Dagebüll in acht Sparten an – jetzt unter einem neuen Namen. Und zwar heißt der Verein nun Turn- und Sportverein (TSV) Dagebüll-Ockholm.

Nach den Worten des Vorsitzenden John Witt habe der TSV dem Nachbarn SV Dagebüll die Hände gereicht. „Wir waren schon sehr weit und haben alles versucht. Doch leider…“ Nachdem mehrere Versuche fehlgeschlagen sind, sich mit dem SV Dagebüll zu vereinigen, holten sich die Fahretofter den Nachbarort Ockholm ins Boot, zumal etliche Ockholmer bereits Sport in der Gemeinde Dagebüll treiben. Während der Jahresversammlung des neuen TSV klang an, dass mehrfach versucht worden sei, zu einer Fusion zu kommen. „Doch die von Fahretofter Seite vorgetragenen Argumente, die für einen Zusammenschluss sprachen, sind den Dagebüllern gar nicht erst zur Kenntnis gegeben worden“, bedauerte Vereinsvorsitzender John Witt. „Das Thema Fusion ist vom Tisch“, beendete der Unternehmer diesen Punkt und ging zum Jahresrückblick über.

Die Rückschau war geprägt von einem arbeitsintensiven Jahr, in dem die mit der Namensgebung verbundenen Aufgaben obenauf lagen. Details darüber formulierte der TSV in einem Flyer, in dem sich der Verein vorstellt und auch auf eine Veränderung hinweist. Das bislang „nebenher“ betriebene Vereinsheim an der Turnhalle steht jetzt unter professioneller Leitung der Gastronomen Niels und Ewa Arndt, die an drei Tagen in der Woche dienstbereit sind und ihre Öffnungszeiten nach Bedarf auch noch erweitern würden.

Eine weitere Zielsetzung ist die Instandsetzung der Sportanlage, für die der Verein auf Eigenleistungen der Mitglieder und eine Unterstützung durch die Gemeinde setzt. Außerdem sollen die Duschen repariert und die Parkplätze sowie die Zugänge zu den Sportanlagen gepflastert werden. Beim örtlichen Gewerbe bietet der TSV Reklameflächen an, um Einnahmen zu erzielen. Außerdem ist der TSV im Internet präsent.

Aus der Tagesordnung klang dies an. Schatzmeister Mike Schlesinger bewirtschafte einen Haushalt mit einem Volumen von 17  900 Euro. Ein Defizit von 6800 Euro resultiere aus einer Reihe außergewöhnlicher Aufgaben. In den Vereinssparten herrschte teils lebhafter, teils ruhigerer Betrieb. Die Fußballer stellen wieder eine Mannschaft – und auch einen Schiedsrichter, sind aber zurzeit auf Trainersuche.

John Witt (Vorsitzender), Olaf Erismann (Schriftführer) und Erk Schlichting (Hauptsportwart) wurden bei den anstehenden Wahlen in ihren Ämtern bestätigt. Zu Sportlern des Jahres wurden Annemarie Fries und Hans Dietrich Andresen gewählt. Lasse Erismann gehört dem Verein zehn Jahre an. Der Vereinsbeitrag ändert sich nicht. Feriengästen will der TSV Gelegenheit geben, am Sportbetrieb teilzunehmen.

Dagebülls Bürgermeister Hans-Jürgen Ingwersen bezog zu den fehlgeschlagenen Fusionsversuchen keine Position. „Wir halten uns da raus“, unterstrich er und wies lediglich darauf hin, „dass es kleine ländliche Sportvereine nicht leicht haben.“ Namens der Gemeinde sagte er, dass an der Turnhalle eine Sanierung der West- und Nordwand vorgesehen ist. Zudem kündigte er an, dass dem Fahretofter Schwimmbad in diesem Sommer eine besondere Bedeutung zukommt – und zwar als Alternative für den wegen der fortschreitenden Deicharbeiten nicht zur Verfügung stehenden Badestrand in Dagebüll.





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