Interview : „Für Friedrichstadt öffnen sich viele neue Türen“

Eggert Vogt ist seit 2013 Bürgermeister von Friedrichstadt.
Eggert Vogt ist seit 2013 Bürgermeister von Friedrichstadt.

Von zukunftsträchtigen Projekten bis zur Kommunalwahl: Friedrichstadts Bürgermeister Eggert Vogt blickt im Interview auf 2017 zurück – und schaut zuversichtlich auf 2018.

23-20677914_23-66366916_1417184382.JPG von
26. Dezember 2017, 14:00 Uhr

In Friedrichstadt hat sich viel bewegt im vergangenen Jahr. Bürgermeister Eggert Vogt wirft einen Blick zurück – und schaut gleichzeitig zuversichtlich ins Jahr 2018, das große Herausforderungen für die kleine Grachtenstadt bereithält.

Herr Vogt, was hat Sie als Bürgermeister im vergangenem Jahr besonders gefreut?

Sehr gefreut hat mich, dass wir wieder in die Städtebauförderung aufgenommen wurden. Das ist eine Riesenchance für Friedrichstadt, weil so Dinge in Angriff genommen werden können, die wir sonst aus eigener Kraft gar nicht schultern würden.

Ein weiterer Grund zur Freude ist, dass unsere Innenstadt obendrein als Flächendenkmal geschützt wird. Das öffnet uns ebenfalls viele Türen. Zwar haben wir schon mit dem Titel geworben, aber jetzt ist es endlich offiziell.

Außerdem haben wir eine großzügige Spende (wie hoch, darf ich leider nicht sagen) von einem Buten-Friedrichstädter – also jemanden, der hier aufgewachsen ist, aber nun woanders lebt – erhalten. Damit werden wir das Gelände zwischen Blauer Brücke und Bahnhof neu ausrichten und vor allem den Spielplatz dort vernünftig gestalten.

Worüber haben Sie sich 2017 am meisten geärgert?

Über die vielen Vandalismus-Fälle, die wir hier haben. So wird teilweise die Weihnachtsbeleuchtung abgerissen, Parkautomaten werden aufgebrochen oder Bänke einfach in die Grachten geschmissen. Das sind Schäden von mehreren zehntausend Euro, die da jedes Jahr zusammenkommen. Das Geld könnte man deutlich besser verwenden. Am unverständlichsten finde ich, dass die Leute, die so etwas machen, doch auch nichts davon haben.

Was muss Ihrer Auffassung nach im kommenden Jahr am dringendsten angepackt werden?

Zunächst einmal das Projekt Zukunftsstadt. 2018 wird die Entscheidung getroffen, ob wir in die dritte Phase dieses Wettbewerbs kommen. Wenn das der Fall wäre, hätten wir viel Geld zur Verfügung, mit dem wir Projekte tatsächlich umsetzen können. Bisher handelt es sich ja nur um Theorie, Planung und Entwicklung, ohne dass wir auch nur eine Mülltonne anschaffen dürfen. Und das würde dann in der dritten Phase möglich sein.

Ferner werden wir uns um die Straßen kümmern müssen. Die wurden zuletzt – übrigens auch im Rahmen der Städtebauförderung – zwischen 1975 und 1985 neu gemacht und kommen jetzt natürlich in die Jahre. Das werden wir nun peu à peu angehen.

Am 6. Mai steht die Kommunalwahl an. Und bis zum 12. März müssen alle Vorschläge eingereicht sein. Lassen Sie sich erneut als Bürgermeister-Kandidaten aufstellen?

Ich wollte eigentlich noch fünf Jahre dranhängen. Man kann doch so einiges bewegen, wenn man sich engagiert und wirklich mitmischt, statt im Sessel zu sitzen und nur darüber zu reden, was man sollte und könnte.

Was habe Sie sich für 2018 persönlich vorgenommen?

Das ist eine schwierige Frage. Im Grunde das Übliche: gesünder leben, gesünder essen. Mit dem Rauchen ganz aufzuhören werde ich vermutlich nicht schaffen (lacht), das habe ich mir diesmal aber auch nicht vorgenommen.

Eine gute Fee fragt Sie nach Ihrem größten Wunsch. Welcher wäre das?

Ein langes, gesundes Leben.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen