Neuer Küsten-Verein : Für ein Meer ohne Plastikmüll

Überall an den Küsten ein wachsendes Problem: Plastikmüll   – wie hier auf dem Westerheversand.
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Überall an den Küsten ein wachsendes Problem: Plastikmüll – wie hier auf dem Westerheversand.

Aktive Nordfriesen und Dithmarscher haben den Verein „Küste gegen Plastik“ aus der Taufe gehoben. Sie wollen Gäste und Einheimische über diese Form der Meeresverschmutzung informieren und mit Partnern im Handel Verpackungs-Alternativen einführen.

shz.de von
03. Juni 2014, 09:00 Uhr

Das Problem Plastikmüll fällt den Menschen in den Küstenregionen buchstäblich vor die Füße. Es vergeht kein Tag, an dem man bei einem Spaziergang am Deich oder am Strand nicht über Verpackungen, Tüten, Kanister oder Netzreste stolpert. Die Plastikverschmutzung der Meere nimmt zu – mit ernsten Konsequenzen für Menschen, Tiere und die Umwelt. Um dieser bedrohlichen Entwicklung entgegenzuwirken, haben Küstenbewohner vom nordfriesischen Festland und den Halligen sowie aus Dithmarschen in Reimersbude den Verein „Küste gegen Plastik“ in Reimersbude gegründet.

Ziel des neuen Vereins ist es, darauf hinzuwirken, dass weniger Plastik verwendet wird. Dazu wollen die zehn Vereinsgründer Gäste und Einheimische über das Thema informieren und mit Partnern im Handel an plastikarmen und umweltverträglichen Verpackungs-Alternativen arbeiten.

Bei der Gründungsversammlung in der „KunstBude Reimersbude“ wurde der erste Vorstand gewählt. Er besteht aus Jennifer Timrott (Hooge), Martin Kühn (Husum), Angelika Kühn (Hallig Oland), Andrea Emling (Idstedt), Kristina Jelinski (Ostenfeld), Achim Schmacks (Reimersbude) und Tanja Matthies (Büsumer Deichhausen).

Die Mitglieder sind sich einig, dass der an der Küste gegründete Verein eine große Chance bietet: „Das Meer bedeutet vielen Menschen etwas. Es schafft Identifikation und Motivation. Es wäre gut und wichtig, wenn von hier aus ein kräftiger Impuls gegen Plastikverschmutzung und Verpackungsflut in das Binnenland hinausgeht“, sagt Vorsitzende Jennifer Timrott.

Dass das Thema viele Menschen bewegt, ist auch bei Facebook zu sehen. Dort hat die Seite des neuen Vereins bereits mehr als 1600 Fans gewonnen.

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