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Gemeinsames Ziel : Für ein friedliches Miteinander sorgen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Turn- und Sportverein Hattstedt kooperiert mit dem Weißen Ring. Im Ernstfall soll so rasche und unbürokratische Hilfe ermöglicht werden. Denn Opfer von Stalking, Mobbing, sexueller Belästigung und Gewalt brauchen Unterstützung.

Das Thema Gewalt ist nicht nur in den Ballungszentren Deutschlands akut. Gewalt in Schule, zu Hause oder in der Freizeit, greift auch im ländlichen Raum immer mehr um sich. Daher hat sich der Turn- und Sportverein (TSV) Hattstedt das Motto „Sportler setzen Zeichen für eine gewaltfreie Jugend“ auf seine Fahne geschrieben. Dazu ist mit dem Weißen Ring, also dem gemeinnützigen Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten, Außenstelle Nordfriesland-Süd, ein Kooperationsvertrag geschlossen worden.

In der Praxis bedeutet das: Erfahrene und qualifizierte Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler vom Weißen Ring stehen im Ernstfall parat, um auf dem kurzen Dienstweg Hilfe bei Gewalt, Diebstahl, Einbrüchen, Stalking, Mobbing oder sexueller Belästigung zu gewähren. Sportler aller Altersklassen werden angesprochen. Ein entsprechender Flyer ist in Arbeit. Er wird die unterschiedlichsten Problembereiche aufzeigen.

„Ich stelle fest, dass der Bedarf in der Praxis zunimmt. Meistens erfahren Betroffene durch Mund-zu-Mund-Propaganda, oftmals durch die Polizei, aber auch durch Rechtsanwälte oder Ärzte von unseren Angeboten“, berichtet Ulrike Lemke, Leiterin der Außenstelle. Geholfen wird in der Regel durch Gespräche und persönliche Betreuung nach einer Straftat, mit Beratungschecks für eine anwaltliche und psychotraumatologische Erstberatung, Begleitung zu Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht, Unterstützung im Umgang mit Behörden und Vermittlung von Kontakten weiterer Hilfsmöglichkeiten. Geholfen wird Betroffenen sowie Angehörigen durchaus auch finanziell.

TSV-Chef Thorsten Schulze ist sich sicher: „Präventionsarbeit zahlt sich aus. Sie hilft, Gewalt entgegenzuwirken. Mit dem Vertrag haben wir eine weitere gute Vernetzung auch mit der Schule erreicht“, freut sich Schulze. Dadurch, dass viele Schülerinnen und Schüler in ihrer Freizeit Sport im Verein betreiben, hätten die Übungsleiterinnen und -leiter auch kurze Drähte zu den Lehrkräften. Bei Problemen könne ebenfalls die Schul-Sozialarbeiterin Monika Meier vermitteln.

Schulverbandsvorsteherin Christel Schmidt dazu: „Es ist gut, dass der Weiße Ring Opfer auffängt.“ Auf sportlicher Ebene ist erst vor wenigen Tagen ein Vertrag zwischen der Schule und dem TSV unterzeichnet worden (wir berichteten). Danach werden die Lehrkräfte im Sportunterricht unterstützt. Den Kindern werden interessante – auch neue – Sportarten gezeigt.

Info: www.weisser-ring.de.

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