Für die Zukunft Eiderstedts

Gemeindevertreter befürworten Machbarkeitsstudie

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20. Mai 2011, 07:57 Uhr

Kirchspiel Garding | Die Zukunft beginnt in der Gegenwart. Und getreu diesem Motto machen sich auch auf Eiderstedt immer mehr Menschen Gedanken über neue Wege. So möchte das Amt eine Machbarkeitsstudie zur Steigerung der Wertschöpfung und Optimierung der Handlungsstrukturen im Raum Eiderstedt in Auftrag geben. Auch in der Gemeindevertretung von Kirchspiel Garding war die Studie jetzt Thema. Das Gremium sprach sich einstimmig dafür aus. Außerdem votierte es einmütig dafür, die Trägerschaft der Stadt Garding zu übertragen. Ziel des Vorhabens ist es, einen Weg zu finden, wie der strukturschwache Raum Eiderstedt zu einer kooperativen Regionalentwicklung finden kann, um das politische Ehrenamt für die künftigen Herausforderungen zu wappnen. "Dazu müssen die Stadt Garding und die Gemeinden sich erst einmal als Ganzes sehen", betonte Gemeindevertreterin Christiane Janns.

In der Einwohnerfragestunde hinterfragte Hartwig Ingwersen die Notwendigkeit der Machbarkeitsstudie, wo es auf Kreisebene doch den Masterplan Daseinsvorsorge gebe. "Die Machbarkeitsstudie ist eine Art Masterplan auf kleinerer Ebene", erklärte Bürgermeister Mewes Kühl. "Wir sollten uns mit einer Beteiligung die Möglichkeit erhalten mitzureden", fand Ties Peters. Für das Projekt stehen im Amtshaushalt 40 000 Euro zur Verfügung, die mit 18 500 Euro aus Mitteln der Aktiv-Region Südliches Nordfriesland finanziert werden.

Die Entscheidung über eine Beteiligung an den Kosten des Vermögenshaushalts der Freiwilligen Feuerwehr Garding wurde vertagt. Investitionen von rund 400 000 Euro stehen für die kommenden beiden Jahre an. Angesichts der Tatsache, dass ein endgültiger Beschluss erst zur Erstellung der Haushaltspläne fällig ist, informiert sich der Gemeinderat zunächst über die Feuerwehrbedarfsplanung. Einig war sich die Runde über die Beteiligung nach Finanzkraft an dem notwendigen Löschfahrzeug. Außerdem strebt die Feuerwehr den Kauf eines Logistikfahrzeugs an. Mewes Kühl griff den Vorschlag von Gardings Bürgermeister Ranjet Biermann auf, jährlich neu zu beschließen. Zudem sagte er: "Die Finanzierung der Feuerwehr kann nicht mehr auf Dorfebene erfolgen."

Bezüglich der Reparatur des Grenzzauns zum Bolzplatz Sandwehle wurde den Anwohnern eine zeitnahe Lösung zugesagt. Es werden zwei drei Meter hohe Netze angeschafft, die die Bälle zu beiden Seiten des Platzes von den umliegenden Grundstücken fernhalten sollen. Außerdem stimmte der Gemeinderat mit einer Enthaltung dafür, die von Rudolf Hems erstellte Hauschronik mit einer Auflage von 100 Stück herauszugeben. Kostenpunkt: 1700 Euro.

Ferner beriet die Runde das weitere Vorgehen in Sachen Daseinsvorsorgevertrag mit der Diakonie Eiderstedt gGmbH. "Bei Vertragsabschluss 2005 ging es uns um die Abdeckung von Leistungen, die die Pflegeversicherung nicht trägt. Jetzt geltend gemachte Dinge wie fachliche Beratung und die Organisation von Nachbarschaftshilfe gehörten nicht dazu", erinnerten Mewes Kühl und Ties Peters. 3,10 Euro pro Einwohner und Jahr beträgt die Pauschale für Extra-Leistungen. Die erbrachten seien der Gemeinde nachzuweisen und eventuelle Überschüsse auszuzahlen. Seit 2007 wurde nicht mehr abgerechnet. Nun stehe eine rückwirkende Forderung ins Haus, wobei die tatsäch lichen Leistungen geringer ausgefallen seien, so Mewes Kühl.

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