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Husumer Nachrichten

22. August 2017 | 15:36 Uhr

Waldspiele : Fuchsdachshörnchen entdeckt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mehr als 100 Schüler von fünf Schulen beteiligen sich an den Jugendwaldspielen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald im Lehmsieker Forst. Dabei geht es in erster Linie darum, den Kindern die Natur spielerisch näher zu bringen.

Ein typischer Frühherbsttag. In Nebel eingehüllt liegen Felder, Wiesen und der Lehmsieker Forst. Gegen 9 Uhr kommt Geschäftigkeit auf: Busse fahren vor, Kinder klettern laut schnatternd aus den Türen – und eine Herde Rinder nähert sich neugierig. Rasch füllt sich der Platz vor dem Bauwagen des Waldkindergartens. Hans-Jürgen Mewes, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Kreisverband Nordfriesland: „Im Vorjahr mussten die traditionellen Jugendwaldspiele wegen des Streiks der Busfahrer leider ausfallen.“ Dann greifen der frühere Revierförster Christoph Rabeler und Heinz-Otto Hansen (SDW) zum Jagdhorn – blasen das Signal Begrüßung.

Neben 122 Schülern der Schwabstedter Herzog-Ulrich-Schule, der Friedrichstädter Schule an der Treene und der dänischen Hans-Helgesen-Skolen sind die Ostenfelder Otto-Thiesen-Schule und die Husumer Rungholt-Schule mit von der Partie. Ausrichter ist diesmal die Schwabstedter Schule. Rabelers Nachfolger als Förster, Claas Löhr-Dreier, ist aus Idstedtwege herübergekommen. Gemeinsam mit seinem Diensthund Caspar (kleiner Münsterländer) läuft er die 14 Stationen umfassende Runde mit. Vervollständigt wird die SDW-Crew durch Ernst Honnens. Der Sponsor Husumer Volksbank ist durch Susann Feddersen-Meier vertreten. In Gruppen eingeteilt, starten die Schüler von verschiedenen Ausgangspunkten.

Zapfenzielwerfen, Baumalter-Raten und das Suchen versteckt aufgestellter Tiere sind einige Aufgaben. Interessant ist der Blick vom Aussichtsturm, ein bisschen schwierig wird es bei der Zuordnung von Blättern und Früchten zu den Bäumen. Natürlich müssen die Schüler auch jene Gegenstände suchen, die nun mal nicht in den Wald gehören – vom Deostift bis zur Zigarettenschachtel reicht das Spektrum. Und dann ist da auch noch die Station Waldarbeiter. Forstwirt Hans-Uwe Schnack macht seinem Namen dabei wieder alle Ehre – hat für jede ankommende Gruppe den passenden Schnack drauf. Natürlich hat er auch einen Sägebock und einen langen Baumstamm mitgebracht. Ein zehn Zentimeter langes Holzstück gilt es abzuschätzen und dann abzusägen. Nicht ganz einfach – die Bandbreite reicht dabei von 8,9 bis 12,4 Zentimeter. Irena und Jannes entscheiden sich sofort für gemeinsame Arbeit und werden mit lobenden Worten bedacht: „Jetzt entwickelt sich eine tiefe Freundschaft und ihr könnt später sagen: Hier hat alles mal angefangen.“

Auf halber Strecke dann die Stärkung: Heiße Würstchen und Brötchen – spendiert von der Schutzgemeinschaft Danach eine Begegnung der außergewöhnlichen Art. Die Friedrichstädter Gruppe, die von Klassenlehrer Stefan Corinth begleitet wird, entdeckt ein Fuchsdachshörnchen. Nicht „in echt“, aber an einem drehbaren Holzpuzzle, bei dem eigentlich vier verschiedene Tiere zusammengesetzt werden sollen. Für Heiterkeit ist gesorgt. Wieder am Ausgangspunkt, sind die Stunden im Wald wie im Flug vergangen. Zur Belohnung gibt es für jeden Viertklässler eine hölzerne Erinnerungsmedaille, dann geht es in die Busse.

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erstellt am 16.Sep.2013 | 12:00 Uhr

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