Oldenswort : Frohsinn auf Platt

Das Trio 'Landlicht' begeisterte beim plattdeutschen Nachmittag in Oldenswort.  Foto: bdk
Das Trio "Landlicht" begeisterte beim plattdeutschen Nachmittag in Oldenswort. Foto: bdk

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12. Oktober 2008, 07:14 Uhr

Oldenswort | Ein abwechslungsreiches Programm erlebten die zahlreichen Besucher eines plattdeutschen Nachmittags, zu dem der Oldensworter Ortskulturring (OKR) in die Mehrzweckhalle des Dorfes eingeladen hatte. Zu den musikalischen Höhepunkten zählte die Gruppe "Landlicht". "Wir wollen dazu beitragen, dass unser einheimisches Liedgut nicht in Vergessenheit gerät", erklärte Evelyn Carstensen, die zusammen mit ihrem Mann Jonny (Gitarre) und Kirsten Ponath (Flöte) mit überwiegend plattdeutschen Liedern das Publikum begeisterte und zum Mitsingen animierte. Ihr Repertoire erstreckte sich von "Lütt Matten de Haas" bis zum Lied "Nordseewind" im Rhythmus von John Denvers "Country Road".

Zur Melodie "Mein Vater ist ein Wandersmann" wirkten alle bei der Renaissance des Oldensworter Heimatliedes mit. Diese Lobeshymne auf das Dorf hatte Bert John in den 1950-er Jahren des vorigen Jahrhunderts getextet. Zumindest in den vergangenen Jahren war es nur selten öffentlich erklungen. Auf Initiative von Hauke Koopmann, der auch alle mit Texten versorgte, intonierte jetzt ein vielstimmiger Chor das Lied. Dabei wurde er von Peter Thomsen auf einem Akkordeon begleitet. Als zweiter Vorsitzender des OKR hatte Thomsen die Veranstaltung eröffnet. "Wir freuen uns über den regen Zuspruch", sagte er angesichts von über 100 Gästen. Zugleich entschuldigte er die Abwesenheit des ersten Vorsitzenden des Kulturträgers, Udo Bruhn, der aus familiären Gründen an der Teilnahme verhindert war.
Gage: Eine Tüte mit Süßigkeiten
Nach einer Kaffeetafel, die von den Damen der Hausfrauenunion, der Ringreitergilde und des OKR ausgerichtet und von der Wirtschaftsgemeinschaft unterstützt wurde, trugen Jan-Malte, Julia, Marten und Tobias herbstliche Gedichte vor. Dafür ernteten die Schüler anhaltenden Beifall. Als "Gage" überreichte Peter Thomsen jedem eine Tüte mit Süßigkeiten.

Heiter und besinnlich ging es mit plattdeutschen Geschichten weiter, die Otto Empen vortrug. Dem ehemaligen Schulleiter gelang es, die Zuhörer mit der Erlebniswelt von Kindern über die ersten Poesiealben, einem Zirkusbesuch und dem menschlichen Bedürfnis eines Schülers während einer Weihnachtsfeier in seinen Bann zu ziehen.

Es dauerte eine Weile bis Peter Thomsen zum Abschluss der Veranstaltung allen Mitwirkenden und Besuchern danken konnte, denn die Sketche der "Diekbewohner" wurden von Lachsalven begleitet und mit anhaltendem Applaus bedacht. Dabei ging es um die "Zirkulation" einer 20-Euro-Note, mit der drei Männer wechselseitig ihre Schulden beglichen und um den Geburtstagsbesuch eines Chefs bei einem Mitarbeiter. Was tun, wenn dieser sich auf Putenbraten freut und nur Würstchen im Haus sind, zumal diese auch noch in den "Schiet" fallen, bevor sie serviert werden können?

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