Friedrichstadt : Fröhlicher Schmaus in Pink

Die Bäume rund um den Grünen Markt wie auch die meisten Besucher präsentierten sich in Rosa.
Die Bäume rund um den Grünen Markt wie auch die meisten Besucher präsentierten sich in Rosa.

Zum fünften Mal fand das Frühstück in Pink auf dem Friedrichstädter Marktplatz statt. Die Begeisterung ist ungebrochen

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04. Juni 2018, 08:00 Uhr

Ein Sonntags-Picknick mitten in der Stadt – vor der historischen Kulisse der Treppengiebel, direkt an der Gracht unter schattigen Bäume: Diese vor fünf Jahren geborene Idee des Tourismusvereins Friedrichstadt und Umgebung kommt auch deshalb immer noch gut an, weil für dieses Frühstück das Motto „Think pink!“ gilt. Nicht nur die Bäume tragen rosafarbene Schleifen, auch die Gäste hüllen sich in pinkfarbene Gewänder, tragen T-Shirts in Rosa mit der Aufschrift „Tischlein deck dich“ und mit Blumen geschmückte Hüte. Das gilt übrigens auch für gestandene Männer, die sich erfreulicherweise fast alle trauen, rosafarbene Hemden anzuziehen und gleichfarbige Bänder um ihre Strohhüte zu binden. Und wer genau hinschaut, entdeckt durchaus auch mal Socken, Schnürsenkel oder Schals in allen erdenklichen Pink-Tönen.

Selbst bei den Speisen ist diese spezielle Farbe Trumpf: Erdbeeren und Tomaten in pinken Schälchen kommen ebenso auf die reich gedeckten Tische wie Rosé-Wein sowie mit Rote Beete-Saft eingefärbte Salate. Ein kunterbuntes Bild, das gute Laune verbreitet. Das Erfolgsgeheimnis dieses Frühstück liegt aber wohl vor allem darin, dass in dieser Farbe einfach alles ein bisschen anders schmeckt – und in Gesellschaft sowieso viel besser als allein zu Hause.

Diese Erfahrung machte in diesem Jahr auch ein älterer Herr, der auf der Suche nach einem Platz die Tische entlanggeht und plötzlich von einer fröhlichen Gruppe angesprochen wird: „Sind Sie allein? Das geht aber nicht. Kommen Sie, setzen Sie sich zu uns, wir rutschen gerne ein wenig zusammen.“ Und schon gehörte er dazu.

Gefühlt waren in diesem Jahr etwas weniger Tische aufgebaut, doch die Geschäftsführerin des Tourismusvereins ist dennoch zufrieden: „Wir hatten Anmeldungen für zwölf Tische á acht Teilnehmer und dazu fünf Einzelpersonen. Das liegt im Mittel der bisherigen Veranstaltungen und zudem im Rahmen dessen, was wir uns von dieser bewusst nicht zu groß gehaltenen Veranstaltung erhofft haben“, sagt Carolin Kühn.

Regina und Klaus Fanselow aus Boizenburg finden das auch gut so: „Wir sind extra für diesen einen Tag die rund 200 Kilometer von der Elbe an die Eider gefahren“, sagen sie und erzählen, dass sie den Tipp dazu von der ehemaligen Bürgermeisterin Regine Balzer bekommen haben, mit der sie schon lange befreundet sind. Und während sie das erzählen, geht ein Mann im rosa T-Shirt mit einer pinken Gießkanne herum und schüttet großzügig Rotwein in ihre rosa Sektgläser. Großes Gelächter rundum. Der Spaßfaktor stimmt also.














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