Stelldichein der Clowns und Teufel : Fröhlicher Karneval in Mildstedt

Ausgelassen wurde  getanzt und gesungen.
Ausgelassen wurde getanzt und gesungen.

Sogar aus Hamburg und Niedersachsen reisten die Faschingsfans an, um in der Mildauhalle ihren Spaß zu haben. Der Überschuss aus den Einnahmen geht an den TSV Mildstedt für seine Jugendarbeit.

shz.de von
02. März 2014, 18:00 Uhr

Draußen Regen – drinnen überaus reges Treiben: Auch im 37. Jahre des Bestehens war der „Karneval in Miro“ schlichtweg der Renner in der gesamten Region. Bereits nach 30 Minuten meldete Andreas Emmel: „Wir sind restlos ausverkauft.“ Die Gäste scheuten auch diesmal weiteste Anfahrten nicht – kamen aus dem gesamten Land sowie Hamburg und sogar Niedersachsen.

Es war ein „Stelldichein der Extraklasse“, bei der sich so manche Schöne in extravaganter Verkleidung im prächtig dekorierten Saal zeigte. In rein gar nichts standen dem die Herren der Schöpfung nach: So mancher tolle Hecht glitt rastlos übers Parkett – und querbeet durch die Damenwelt. Doch gelegentlich war schon genaueres Hinsehen angebracht - denn was da so an manchem Busen wogte, war wahrlich nicht der Schöpfung wahrer Ursprung, sondern astreine Deko. Wenngleich auch täuschend echt nachgearbeitet.

Aber ganz gleich, ob da nun junge Zauberinnen große Männerherzen deutlich höher schlagen ließen oder die Panzerknacker gleich im halben Dutzend unbehelligt ihrem Tanztrieb frönten – einer hatte sie alle jederzeit voll im Griff: Unübertroffen dirigierte Schleswig-Holsteins bekannter DJ Leise die vielen Feiernden durch die Nacht. Da sprangen sie auf Kommando in die Höhe, gingen allesamt in die Knie oder bewegten sich in langen Schlangen durch den Saal. Stroboskop-, Kugelblitz- und diverse weitere raffinierte Lightshow-Effekte unterstützten Hits wie „Summer of 69“ von Bryan Adams oder „Heat of the Moment“ von Asia problemlos.

Tuchfühlung gab es ob der gewaltigen Teilnehmerzahl so ziemlich immer. So manche feurige Domina kam im hautengen Lederanzug daher, ließ mit sengendem Blick Männerherzen schmelzen. Selbst so manch züchtig gekleideter Mönch riskierte da im Vorübergehen schnell mal ein gespielt schüchternes Augenzwinkern.

„Vollauf zufrieden“ zeigten sich Organisationsleiter Andreas Emmel und Alfred Wittern, denen ein starkes Helferteam zur Seite stand: „Unser Bekanntheitsgrad ist enorm. Mittlerweile sind wir längst an unseren Grenzen angekommen. Obwohl wir gerne würden, dürfen wir nicht mehr Feiernde hereinlassen. Es tut uns sehr leid, dass so mancher keine Eintrittskarte mehr abbekommen hat. Aber wir haben bei dieser Großveranstaltung eine ganze Reihe von Sicherheitsauflagen zu erfüllen.“ Dazu zählten die Einsatzkräfte der Feuerwehr und natürlich die Securityleute. Am Ende verfolgte das große Fest wieder mal ein lobenswertes Ziel: Der gesamte Überschuss – und der fällt jedesmal sehr gut aus – wird der Jugendarbeit des TSV zur Verfügung gestellt.

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