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Projekt in der Husumer Bürgerschule : Frischlinge im weltweiten Netz

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Dritt- und Viertklässlern wird der sichere Umgang mit dem World Wide Web beigebracht: Das neue Internet-Projekt der Bürgerschule nützt Kindern – und Lehrern.

Das weltweite Netz birgt viele Gefahren, insbesondere für Kinder und Ungeübte. Und da sich der Nachwuchs immer früher mit dem Computer beschäftigt, ist rechtzeitige Aufklärung nötig. Wie bei vielen anderen Aktionen ist auch hier die Bürgerschule wieder vorn dabei, nämlich mit dem „Projekttag für Internetfrischlinge“, kurz „PIF!“. Der richtet sich an Schüler der dritten und vierten Klassen und bringt ihnen die sichere Nutzung des World Wide Webs bei. Sechs Klassen nehmen an der Schule im Erichsenweg mit ihren Lehrern teil.

20 Grundschüler der Klasse 3  a schauen gebannt auf die Computer-Bildschirme vor ihnen. An drei verschiedenen Lernstationen werden ihnen Fähigkeiten rund ums sichere und verantwortungsbewusste Surfen beigebracht – auf spielerische Art. An der ersten Station stehen spezielle, für Kinder optimierte Suchmaschinen wie www.blinde-kuh.de, www.fragfinn.de oder www. helles-koefpchen.de im Mittelpunkt. Sie filtern die gesuchten Inhalte und machen sie so kindgerecht. An der zweiten Station lernen sie Webseiten für Kids kennen. Auf die Rechte im Internet wird an Station drei eingegangen. Die Kinder lernen, wie man mit Fotos und persönlichen Daten verantwortungsbewusst umgeht, wie man sich im Netz verhält und vor allen Dingen: Wie man sich schützt. Den Schülern macht der abwechslungsreiche Tag Spaß, sie beteiligen sich rege und der Lernerfolg ist für alle deutlich sichtbar.

Durchgeführt wird der Workshop von zwei Referenten des Vereins Blickwechsel für Medien- und Kulturpädagogik. Insgesamt betreuen neun Blickwechsel-Mitarbeiter das Projekt in Schleswig-Holstein und Hamburg. Durch den Medienkompetenztag in Kiel ist die Schule auf das Modell aufmerksam geworden, das von der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein gefördert wird. Der Eigenanteil von 100 Euro pro Klasse wird überwiegend von den Eltern getragen, Bildungsgutscheine können genutzt werden – gerade für die Schülerstruktur der Bürgerschule ein wichtiger Vorteil. Und der Frischlingstag soll erst der Einstieg sein: „Wir möchten eine Internet-ABC-Schule werden und uns für die langfristige Internetkompetenz unserer Schüler einsetzen“, sagt Lehrerin Ann Kristin Ziegenbalg. Internet-ABC-Schulen sind eine Initiative der einzelnen Landesmedienanstalten, für die sich Grundschulen anmelden können. Zwei Lehrer werden anschließend in Workshops dafür ausgebildet.

„Der sichere, selbstbewusste und verantwortungsvolle Umgang mit dem Internet ist in der heutigen Zeit eine entscheidende Voraussetzung für den Alltag der Schüler“, so Ziegenbalg. Durch die Anwesenheit der Blickwechsel-Referentinnen Olivia Förster und Mareike Thumel geben sich die Schüler auch viel offener als sie es sonst im Unterricht tun würden, sagt Ziegenbalg erfreut. „PIF!“ sehe man in diesem Bereich als enorme Hilfe an. „Und zwar auch für Lehrer, die sich bisher nicht an das Thema Internet getraut haben oder damit nicht so vertraut sind.“

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