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Nordfriesland : Frisches Geld für Glasfaser-Endspurt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Glasfaser-Ausbau in 50 nordfriesischen Kommunen kommt voran. Jetzt steht auch die Finanzierung der letzten Ausbaustufe – ein Erfolg der Breitbandnetz-Gesellschaft aus Breklum.

In jedem zweiten Ort ist das digitale Zeitalter schon angebrochen. Bis zum Jahr 2020 wird es in allen 50 Kommunen der Ämter Mittleres Nordfriesland und Südtondern sowie in der Gemeinde Reußenköge soweit sein. „Der Glasfaser-Ausbau ist auf der Zielgerade“ – mit dieser guten Nachricht wartete gestern die Breitbandnetz-Gesellschaft auf. Das ehrgeizige Ziel – „Breitband für alle!“ – , mit dem die BNG im September 2010 angetreten war, „ist nun tatsächlich zum Greifen nahe“, verkündete Geschäftsführer Dr. Heiko Hansen in Breklum. Die Finanzierung für den dritten und letzten Bauabschnitt in den noch fehlenden Gemeinden stehe.

Dafür sind zwölf Millionen Euro Fremdkapital nötig, die die VR Bank eG Niebüll (sechs), die Investitionsbank Schleswig-Holstein (fünf) und die Deutsche Kreditbank AG (eine Million) stemmen werden. Um Breitband in alle Gemeinden des Ausbaugebietes zu tragen, sind nach Angaben der BNG am Ende insgesamt rund 60 Millionen Euro nötig. Etwa 25 Millionen werden durch Eigenkapital aufgebracht, neun Millionen allein für die letzte Ausbautranche mit Kosten von 21 Millionen Euro.

BNG-Gesellschafter sind diverse Unternehmen, vor allem aus dem Bereich Erneuerbare Energien, sowie die Kommunen und Ämter. Insgesamt werden rund 24  000 Glasfaser-Anschlüsse in der Region angepeilt. Heute sind es im mittleren und nördlichen Nordfriesland schon mehr als 7000 und jedes Jahr kommen 2500 neue Anschlüsse hinzu. Die rund 140 Gesellschafter der Breitbandnetz GmbH & Co. KG Breklum seien mit der Einwicklung des Unternehmens denn auch „sehr zufrieden“, hieß es gestern.

„Die Unterstützung der finanzierenden Banken und die extrem gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit haben wesentlich zum Erfolg des Glasfaser-Ausbaus in unserer Region beigetragen“, lobt Heiko Hansen. „Es ist fantastisch, wie sich dieses Projekt entwickelt hat“, freut sich Dirk Sprenger, VR-Bank-Bereichsleiter für das Unternehmens- und Firmenkunden-Geschäft. „Die neue Glasfaser-Infrastruktur ist so enorm wichtig für unsere Region, und wir alle werden davon langfristig und nachhaltig stark profitieren.“

Voll des Lobes ist auch der Diplom-Betriebswirt Olaf Tölke, bei der Investitionsbank zuständig für Kommunal- und Infrastruktur-Finanzierungen: „Die Förderung des Breitband-Ausbaus ist eine Investition in die Zukunft. Hier in Nordfriesland hat man die Zeichen der Zeit früh erkannt.“ Von einem Beitrag zur regionalen Daseinsvorsorge spricht DKB-Niederlassungsleiter Dr. Stefan Popp. Die Breitbandnetz-Gesellschaft schaffe neue und moderne Infrastruktur für den ländlichen Raum: „Private Haushalte können dadurch an der fortschreitenden Digitalisierung teilhaben, und die Region bleibt für Unternehmer und Gewerbetreibende langfristig ein guter Standort.“

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erstellt am 14.Dez.2016 | 08:00 Uhr

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