Tolles Rahmenprogramm : Frische-Rebellen bei „Gegen den Wind“

Handgemacht: Essen und Musik der „Slowman“-Chefs Hanno Hansch (li.) und Frank  Bertram. Sie tischen diesmal gegen den Wind im Zelt auf.
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Handgemacht: Essen und Musik der „Slowman“-Chefs Hanno Hansch (li.) und Frank Bertram. Sie tischen diesmal gegen den Wind im Zelt auf.

Das Hamburger Szene-Lokal Slowman wurde in St. Peter-Ording im Rahmen des „Gegen den Wind“-Event einfach an den Strand verlegt. Neben den Sportlern standen die Hamburger Köche im Mittelpunkt der Veranstaltung.

shz.de von
23. Juni 2014, 08:00 Uhr

„Schnell denken, langsam essen“ – das haben sich die Chefs der Hamburger Szene-Gastronomie Slowman auf die Fahnen geschrieben. Dafür sind sie bekannt. Schnelles Denken, aber auch ganz viel Improvisationstalent, ist fraglos nötig, wenn man ein Lokal aus der Großstadt komplett an den Strand verlegen will. Genauer gesagt: in den Seaside Beachclub, wo das Sport-Event „Gegen den Wind“ stattfindet und diesmal mit einem attraktiven Rahmenprogramm neben den Sportlern und ihren Familien auch viele Besucher ins Camp lockt.

Die ganze Crew ist im Einsatz, als die Frische-Rebellen Frank Bertram und Hanno Hansch ihre populäre „Saturday Night“ dem nordfriesischen Wind und Wetter aussetzen. Die beiden Küchenchefs, bekannt durch das TV-Format „Rachs Restaurantschule“, haben nichts dem Zufall überlassen: Alles ist bis ins Detail geplant – von der Tisch-Dekoration bis zum Vier-Gänge-Menü. Geeiste Tomatensuppe, Carpaccio vom Grillgemüse, in Orangenbutter gebratenes Lachsfilet und Slowmans Schokokuss zum Dessert stehen auf der Menükarte. „Alles ist eins zu eins so wie in Hamburg“, freut sich Hanno Hansch. Ein kleines Wunder, denn die improvisierte Küche im Zelt lässt keine großen Sprünge zu. „Zuhause haben wir ein Heimspiel, hier ist es eine Herausforderung“, räumt Frank Bertram ein: „Wir laden zwar ein, aber auf fremdem Terrain.“

Für beide Küchenchefs ein aufregendes Abenteuer: „Es ist das erste Mal, dass wir komplett umziehen.“ Das Hamburger Lokal wurde für das Showkochen im Beachclub kurzerhand dicht gemacht. Das ganze Team ist vor Ort. Und etliche Stammgäste auch. Die Live-Mucke gibt´s gratis bei diesem White Dinner. Zwei Sets hat Frank Bertram eingeplant – „mit Musik aus den 60er- und 70er-Jahren, so handgemacht wie unser Essen.“

Das „Rock the Beach“-Event der Slowmen ist das Highlight im bunten Rahmenprogramm, das Katrin Behrsing von Seaside Events in knapp zwei Wochen auf die Beine gestellt hat. Mehr Zeit war in diesem Jahr nicht drin. Jetzt ist sie glücklich, dass alles geklappt hat. Trotz des Wetters, das nicht nur aus dem Triathlon einen Duathlon gemacht hat (bei drei Meter Welle musste das Schwimmen ausfallen), sondern auch das geplante Barbecue verhinderte und Pohlmann & Band zum Umzug von der Open-Air-Bühne ins Zelt zwang. Der guten Stimmung tat das keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die Band hatte Spaß, das Publikum auch. Und der Hit „Wenn jetzt Sommer wär“ – cool! „Man muss für jede Wetterlage Lösungen finden“, weiß Katrin Behrsing aus Erfahrung: „Das macht es besonders schwierig, aber auch besonders schön.“ Zwar wurde die angepeilte Zahl von 5000 Besuchern nicht erreicht, aber zeitweise drängelten sich die Menschen auf dem Gelände des Beachclubs. Und nicht nur beim Public Viewing zur WM im Zelt war richtig was los. Ständig umlagert war auch die Skateboard-Rampe, wo Könner aus Kappeln und Flensburg zeigten, was sie drauf haben, aber auch Anfänger ihr Glück versuchten.

Das Kindertanzen der Dance Devils, Kinderschminken, Kickertische, Comedy, DJ-Sets und Live-Musik – die Mischung kam an. Brigitte und Inge aus Karlsruhe, die gerade in St. Peter-Ording Urlaub machen und jetzt im Beachclub im Strandkorb chillen, gefällt es: „Die Tanzdarbietungen waren klasse“, sagen sie und loben das Ambiente: „Sehr geschmackvoll, sehr gut.“

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