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Anleitung für den Nachwuchs : Frische Ideen für gesunde Ernährung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Schüler des Beruflichen Gymnasiums in Husum unterweisen Grundschüler der Klaus-Groth-Schule in Lebensmittelkunde – und die Kleinen machen begeistert mit.

Bereits seit 2008 findet jährlich der „Gebbi“-Tag an der Klaus-Groth-Schule (KGS) statt – und bis heute hat er nichts von seiner Attraktivität verloren. Im Gegenteil: Auch beim jüngsten Projekttag zeigten sich die 313 Grundschüler, ihre Eltern und Lehrer begeistert von diesem Tag, an dem sich in der als „Gesunde Schule“ ausgezeichneten KGS alles um Ernährung und Bewegung dreht. Und das nicht nur in der Theorie: Für die praktischen Erfahrungen sorgte einmal mehr der Fachbereich Ernährung am Beruflichen Gymnasium. Unter Leitung von Ann Kathrin Thun luden mehr als 100 Schüler die Kinder an den Stationen zum Schauen, Staunen, Probieren und Mitmachen ein und leisteten Überzeugungsarbeit, dass gesund auch gleich lecker ist.

„Gebbi“ steht für „Gesunde Ernährung braucht besondere Ideen“. Gemeint sind Ideen, die – nicht nur – bei Kindern gut angekommen. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden an den „Gebbi“-Tagen bewährte Programmpunkte angeboten – und vom Nachwuchs auch nachgefragt, wie etwa die Eis-Station oder die Möglichkeit, vegetarisch und vegan zu kochen und zu backen. Dinkel-Pfannkuchen standen in diesem Jahr hoch im Kurs, ebenso die fantasievolle Gestaltung von knackigen Snacks und das Brotbacken mit selbst gemahlenem Getreide.

Immer aber bringen die Berufsschüler auch neue Ideen mit, denn gerade für den Abschlussjahrgang geht es auch um eine positive Bewertung ihrer Präsentation. Ihr diesjähriger Schwerpunkt lag auf der Wahrnehmung der Lebensmittel mit allen Sinnen. So boten sie den Kindern Obst und Gemüse in unterschiedlicher Form: frisch geerntet, geschnitten, gerieben, gedörrt, zu Saft oder anderweitig verarbeitet. Die Sorten sollten auch erschnuppert und ertastet werden. Zudem widmeten sich die Kinder den sensiblen Zonen ihrer Zunge: An welcher Stelle schmeckt man süße Speisen besonders stark? Wo kommt der saure Geschmack an, wo der salzige oder würzige?

Zusätzlich zu den Stationen, die sich mit der Bedeutung und Zubereitung von Speisen beschäftigten, gab es auch Räume, in den es praktische Tipps zu so wichtigen Themen wie Hygiene und Zahngesundheit gab. Viel Wert wurde zudem auf die sinnvolle Verarbeitung der Kalorien gelegt. So bot zum Beispiel der „Zirkus“ in der Turnhalle jede Menge Spiel, Spaß und Sport, während im „Tanzstudio“ zu flotter Musik Schritt- und Bewegungsfolgen einstudiert wurden.

„Ich möchte möglichst viele Kinder und Jugendliche für einen gesunden Lebensstil zu begeistern“, sagt Ann Kristin Thun, die am Beruflichen Gymnasium Ernährungslehre und Sport unterrichtet. Der Erfolg ist in der KGS deutlich spürbar: „Der gesunde Pausensnack ist für unsere Kinder längst selbstverständlich“, erzählt Schulleiterin Andrea Bruhn. Heißt: Bringt ein Kind mal einen nicht ganz so gesunden Snack mit, bekommt es die Rückmeldung dazu direkt aus den Reihen der Mitschüler. Und diese Kritik teilt es nach der Schule ganz unverblümt den Eltern mit.

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