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Zukunftsplanung : Friedrichstadt sucht Manager

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

So schnell wie möglich soll ein Stadtmanager in Friedrichstadt seinen Job im Rathaus antreten. Die Kommune plant für die nächsten Jahre, denn auch das Projekt Zukunftsstadt 2030 wird intensiv bearbeitet.

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erstellt am 28.Jan.2016 | 12:00 Uhr

Noch hat sich kein Bewerber gefunden, aber die Suche hat ja auch erst vor zwei Wochen begonnen, sagt Friedrichstadts Bürgermeister Eggert Vogt. Das Holländerstädtchen ist nämlich auf der Suche nach einem Stadtmanager. Der Posten, verrät Vogt, solle auch sehr ordentlich bezahlt werden, „denn wir wollen da eine gute Frau oder einen guten Mann bekommen“. Zuschüsse für das Gehalt gibt es für die Stadt bislang aus keinem Fördertopf, der Posten wird ausschließlich über den Haushalt finanziert.

Dem neuen Mitarbeiter, für den ein Büro im Rathaus am Marktplatz eingerichtet wird, bietet sich ein breites Aufgabenspektrum. Unter anderem soll der Stadtmanager auch nach Möglichkeiten suchen, ob es für seine Tätigkeit Fördertöpfe gibt. „Die sollen dann natürlich angezapft werden“, sagt Vogt, denn bislang ist die Stelle auf fünf Jahre begrenzt. Sollten sich aber Geldgeber finden, dann könnte durchaus über eine Verlängerung nachgedacht werden. Wenn alles optimal läuft, dann wünscht sich das Stadtoberhaupt, dass der Stadtmanager Friedrichstadt seinen Job bereits am 1. April, spätestens aber zum 1. Mai dieses Jahres antritt. In der Ausschreibung heißt es unter anderem: Die Hauptaufgabe ist die umsetzungsorientierte Weiterführung der bereits erarbeiteten Ziele und Ideen, die Initiierung neuer Projekte sowie die Erstellung eines Leitbildes für den gesamten Ort. Dabei soll eng mit den Akteuren vor Ort zusammengearbeitet werden. Die Aufgabenschwerpunkte sind: Entwicklung eines Leitbildes für die Stadt Friedrichstadt, Unterstützung der ehrenamtlichen Gremien, Entwicklung/Konkretisierung neuer und bestehender Projektideen, Begleitung der städtebaulichen Entwicklung, Koordinierung der Bürgerbeteiligung, Initiierung und Moderation von Arbeitsgruppen.

Auch in das Projekt Zukunftsstadt 2030 soll er eingebunden werden, für das in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Schule, Jugend, Sport und Soziales im Sitzungssaal des Rathauses eine Arbeitsgruppe gebildet worden ist. Wie bereits in den zwei städtischen Ausschüssen für Umwelt und Bau, will sich die AG mit den aus verschiedenen Bürgerbefragungen und Diskussionsrunden herauskristallisierten Themen befassen, die dem Bereich Schule und Jugend zugeordnet wurden. Dazu zählen Vorschlage wie: Tag der Vereine, Ausstellungen im Rathaus, Musikfestival, Straßenfest für Kleinkunst, FunSport für Jugendliche, Regionalgalerie, Ideenplattform, Neubürgerbefragung, Mobilität-Car-Sharing, Netzwerk 21-Spielplatzplanung, Kunstschule, Spielnetze, Skaterpark, Hochseilgarten, Erlebnisraum und Lesungen. Ausschuss-Vorsitzender Burkhard Beierlein, der zugleich auch Konrektor der Eider-Treene-Schule in Friedrichstadt ist, legte dazu ein erweitertes Programm vor.

So ist unter anderem beabsichtigt, den vor vier Jahren eingestellten Stadtlauf wieder zu reanimieren. Lehrer Dieter Schwarzkopf präsentierte dazu einige Überlegungen, die vom Ausschuss erfreut zur Kenntnis genommen wurden. Bürgermeister Vogt sagte jegliche Unterstützung der Stadt zu. Der Stadtlauf könne, so Schwarzkopf, bereits in diesem Sommer als interne Schulveranstaltung wiederbelebt werden. Allerdings noch ohne offiziellen Charakter. Die Meldung an den Leichtathletikverband des Landes sei zeitlich nicht mehr möglich. Ein solcher Stadtlauf, stellte Schwarzkopf fest, sei langfristig ein gutes Aushängeschild für eine Stadt. Dieser Meinung schloss sich das Gremium geschlossen an.

Beierlein nannte dann auch noch verschiedene Projekte, die gegenwärtig in der Schule vorbereitet werden. Dazu zählt auch ein Stadtmodell des Holländerstädtchens, das langsam aufgebaut werde. Mit den Maßen sieben mal vier Meter sei es schon gewaltig und könnte auch durchaus das Schulgebäude „verlassen“. Wer Interesse an den einzelnen Projekten habe, der sollte unbedingt am Sonnabend, 13. Februar, ab 12 Uhr den Tag der offenen Tür der Eider-Treene-Schule nutzen. Neben Informationen für Eltern gibt es Führungen und die Projektwoche „Friedrichstadt“ wird präsentiert.

Wann die bereits ins Leben gerufenen drei Arbeitsgruppen erstmals tagen, steht noch nicht fest. Erst soll heute ab 19 Uhr die letzte Gruppe gebildet werden, dann folgen die Termine. Im Sitzungssaal des Rathauses tagt heute der vierte städtische Ausschuss, der für Wirtschaft und Tourismus.

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