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Einwohner gestalten ihre Stadt : Friedrichstadt soll Spielplatz-Mekka werden

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Grachtenstadt hat die Chance, größere Projekte zu verwirklichen – bei einer Planungswerkstatt war vor allem der Nachwuchs gefragt.

von
erstellt am 17.Jul.2017 | 11:00 Uhr

Wenn es um das Thema Kinder geht, sind auch Kinder die besten Berater. Deshalb hat die Stadt Friedrichstadt vor allem auch den Nachwuchs zu einer Planungswerkstatt eingeladen, um ein besseres Spielplatzangebot für das Holländerstädtchen zu entwickeln. Rund 20 Kinder aus dem ADS-Kindergarten, Koldenbüttel und Friedrichstadt sowie 20 Erwachsene waren gekommen, um in Begleitung der Moderatoren Nicole Harder und Johannes Kahl bei einer Ortsbegehung die Spielplätze in Friedrichstadt genauer unter die Lupe zu nehmen.

„Eine stinkend langweilige Grünfläche mit so viel Raum und Potenzial für tolle Ideen und Spielmöglichkeiten“ war der Tenor der Workshop-Teilnehmer, die anschließend gemeinsam im Clubhaus des Friedrichstädter Ruderclubs Modelle gestalteten.

Nachdem das „Bastelmaterial-Buffet“ eröffnet wurde, waren Kreativität und Einfallsreichtum der kleinen Landschaftsarchitekten und Spielgerätentwickler keine Grenzen mehr gesetzt. Unter eifrigem Einsatz von Sprühkleber, Holzschnitzel, Sand, Perlen und weiteren Materialien, wurde geklebt, gesteckt, gemalt, und immer neue Impulse ließen schlussendlich sieben Modelle entstehen. So gab es neben der Burg Wuschelpuschel mit Inliner-Verleih, Hängematte und einer Wackelbrücke über eine Wasserfläche, Kuscheliges und Abenteuerliches, Spannendes und Entspannendes, mit und ohne Wasser, für BMX-Rad-Fahrer und Ballspieler. „Schattenplätze zum Chillen und Sitzgelegenheiten sind ganz wichtig“, erklärten die kleinen Spezialisten. Denn schließlich soll der Platz auch im Sinne Jugendlicher und jung gebliebener Erwachsener gestaltet werden. Fantasie und Abenteuergeist, die Lust sich zu bewegen und generationenübergreifend Spaß an Seilbahn, Kletterwand und Co. zu haben, darf sich nach der Meinung der Teilnehmer nicht auf das Alter von bis zu zwölf Jahren begrenzen. „Seit 2014 haben wir im Verein „Netzwerk Friedrichstadt 2021“ Ideen gesammelt, wie die schätzungsweise 5000 Quadratmeter ungenutzte Fläche zwischen der Innenstadt und dem Bahnhof attraktiver gestaltet werden können“, berichtete Birte Überleer, die mit ihrem Sohn Knud eine BMX-Bahn modellierte.

Ermöglicht wird das Spielplatz-Projekt durch die private Spende eines seit 45 Jahren in Hamburg lebenden Friedrichstädters, der seiner Heimatstadt dazu verhelfen möchte, auch für Auswärtige anziehend und interessant zu sein. „Die Menschen sollen unser Alleinstellungsmerkmal wahrnehmen und sich auf den Weg machen, um hier tolle Momente zu erleben“, so auch der Wunsch aller Teilnehmer.

Die Modelle werden von Stadtmanagerin Annika Müller im Friedrichstädter Rathaus sicher verwahrt und zur Umsetzung ausgewertet. Eine öffentliche Veranstaltung wird demnächst zum Sachstand informieren.

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