Tourismus : Friedrichstadt profitiert vom Wetter

Frisch geputzt warten  die Grachtenschiffe  im stellenweise noch vereisten Fürstenburggraben auf die  Fahrgäste. Foto: ume
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Frisch geputzt warten die Grachtenschiffe im stellenweise noch vereisten Fürstenburggraben auf die Fahrgäste. Foto: ume

Die "Eiszeit" hat daür gesorgt, dass mehr Fremde zum Bummeln kommen / Spezielle Oster-Aktionen sind nicht geplant

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30. März 2013, 09:09 Uhr

Friedrichstadt | In allen 16 Bundesländern pausiert der Schulbetrieb, überall sind Osterferien. In Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt müssen die Schüler bereits am Dienstag wieder zur Schule, alle anderen Länder haben auch in der kommenden Woche noch unterrichtsfrei. Darüber freut sich die Friedrichstädter Tourismus-Chefin Anke Stecher, denn schließlich profitiert auch das kleine Holländerstädtchen von den vielen Urlaubern, die die Osterferien im Norden verbringen.

Zwar sei es mit den Buchungen der Quartiere, wie in jedem Jahr zu dieser Zeit, noch nicht so richtig in Gang gekommen, doch die Zahl der Tagesgäste sei bereits erfreulich, sagt Anke Stecher. Die "Eiszeit" mit dem unglaublich kalten Ostwind habe dafür gesorgt, dass in der vergangenen Woche mehr Gäste als üblich zu dieser Jahreszeit die Innenstadt bevölkerten. Auch über die Osterfeiertage rechnet Anke Stecher noch mit vielen Besuchern. Während traditionell eher die Quartiere an der Küste über Ostern gebucht werden, profitiere in diesem Jahr vermutlich das Binnenland mehr als üblich von den Ostergästen, schätzt sie die Lage ein. An der Küste verzichten viele Urlauber auf Spaziergänge, da seit Tagen ein eisiger Ostwind weht. Sie kämen dann doch lieber in die Städte, wie Anke Stecher festgestellt hat. So habe auch der Tourismusverein bereits am Karfreitag damit begonnen, die Stadtführungen zu starten. Täglich um 11.30 Uhr geht es beim Touristbüro am Marktplatz los.

Auch die Grachtenschiffer wollen über Ostern dort, wo es möglich ist, bereits die ersten Fahrten anbieten. Und während der Feiertage haben auch Galerien, Cafés und das Museum geöffnet. Auf besondere österliche Veranstaltungen, wie etwa ein Ostereiersuchen für Kinder, verzichtet der Tourismusverein, da dies bereits von der evangelisch-lutherischen Kirche am Ostermontag nach dem 11 Uhr Gottesdienst veranstaltet wird.

Ein Anziehungspunkt für Jung und Alt ist auch der Modellbahnzauber in der Brückenstraße. Dort hat Sönke Röckendorf in einer ehemaligen Fußbodenbelag-Halle eine Modellwelt geschaffen, die ihresgleichen im Norden sucht. Auf 1000 Meter Gleisen rollen mehr als 50 Zuggarnituren. Über Monitore ist die Fahrt der Modellbahnen zu verfolgen, denn es gibt sogenannte Zugführerkameras. Eindrucksvoll auch der realistische Straßenverkehr, schließlich wurden 120 Meter Fahrbahnen verlegt. Die computergesteuerten Bahnen laufen sieben Bahnhöfe an. Die Modellbahnwelt beginnt an der Küste und endet im Gebirge. Daher gibt es auch mehr als 32 Brücken. Eine Besonderheit in Friedrichstadt: Es gibt 24 Funktionsschalter für die Besucher. Ein Druck lässt beispielsweise Karussells drehen oder Fahrzeuge fahren. Einmalig ist auch der fotorealistische Hintergrund. Zudem wechselt alle halbe Stunde der Modus der Modellbahnanlage vom Tag- in den Nachtmodus. Dies wird jeweils entweder von einem grandiosen Gewitterspektakel mit Blitzen am Miniaturwelt-Himmel oder einem elektronischen Festfeuerwerk eingeleitet.

Weitere Informationen im Netz unter www.friedrichstadt.de oder www. modellbahn-zauber.de.

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