Planungen für die Zukunft der Stadt : Friedrichstadt erreicht Etappenziel

In den Räumen von Theorie + Praxis wird informiert und debattiert.
In den Räumen von Theorie + Praxis wird informiert und debattiert.

Friedrichstadt hat im bundesweiten Wettbewerb Zukunftsstadt 35.000 Euro gewonnen. Bis zum nächsten Jahr soll ein Gesamtkonzept für die Attraktivitätssteigerung der Stadt erarbeitet werden.

von
01. Juli 2015, 16:00 Uhr

Friedrichstadt kann sich freuen. Zumindest bekommt die Stadt, beziehungsweise deren Bürger, 35.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Gewonnen hat die Stadt nämlich einen von der Behörde ausgeschriebenen bundesweiten Wettbewerb.Wie sieht die Stadt von morgen aus? Um diese Frage geht es in dem Wettbewerb „Zukunftsstadt“. Städte, Gemeinden und Landkreise entwickelten dafür gemeinsam mit Bürgern, Wissenschaft, lokaler Politik, Wirtschaft und Verwaltung eine ganzheitliche und nachhaltige Vision 2030+ für ihre Kommune. Unter den 52 Gewinnern ist auch Friedrichstadt. Damit hat der gemeinsame Antrag der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland (WFG NF) und der Stadt Erfolg gehabt. Die erste Runde des „Castings“ ist erreicht, nun geht es darum, bis zum nächsten Jahr ein Konzept zu entwickeln, wie Ideen zu einer Belebung der Stadt umgesetzt werden können. Wenn das Konzept dann die Jury überzeugt, warten auf Friedrichstadt zur Realisierung mehr als 100.000 Euro.

Begonnen hat eigentlich alles mit den Klagen der Bürger, der Kaufmannschaft und der Stadt über die vielen Leerstände. Daraufhin kam die WFG NF ins Spiel. Deren Regionalmanager Tilmann Meyer und Stadt-Kurator Michael Schäfer, begannen mit ihrer Arbeit. Sie mieteten ein leerstehendes ehemaliges Geschäftshaus direkt am historischen Marktplatz. Dort bei „Theorie und Praxis“ treffen sich seither engagierte Bürger, um Lösungsansätze für eine Wiederbelebung der Stadt zu finden.

Dabei gibt es keine festen Vorgaben, sondern der Fantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt. Unter anderem kam es bei den Gesprächen der verschiedenen Interessengruppen zu Kontakten zwischen Vertretern der Stadt und Neubürgern. Das Ergebnis: Im Herbst nimmt die seit einigen Jahren nicht mehr aktive Volkshochschule Friedrichstadt wieder ihren Betrieb auf.

Unter anderem sollen langsam Arbeitsgruppen etabliert werden, die an konkreten Umsetzungen arbeiten. Beispielsweise gibt es mittlerweile einen größeren Unterstützerkreis für die Friedrichstädter Kulturnacht. So wurden bei Theorie + Praxis beispielsweise verschiedenen Möglichkeiten erörtert, die Kulturnacht noch attraktiver zu machen und vor allem noch mehr Teilnehmer zu motivieren.

Wichtig sei in allen Bereichen aber, so unterstrich Tilmann Meyer in einem Vortrag vor den Stadtvertretern, dass die Initiativen tatsächlich von der Bevölkerung mitgetragen werden. Es sollen, so betonte er, eben keine „übergestülpten“ Maßnahmen sein. Nur wenn die Bevölkerung das zu erarbeitende Konzept für Friedrichstadt im Jahr 2030 mittrage, dann habe die Stadt auch eine Chance, dessen Umsetzung mit finanziert zu bekommen. Der Lohn der Anstrengung könnten dann mehr als 100.000 Euro sein. Allerdings müsse man sich gegen die Mitbewerber behaupten.

Alle Interessierten sind eingeladen vorbeizuschauen und sich näher über den Wettbewerb „Zukunftsstadt 2030+“ und aktuelle Entwicklungen in Friedrichstadt zu informieren. Die Öffnungszeiten des Projektbüros Theorie + Praxis sind: Dienstags 14 bis 17 Uhr: Sprechstunde der Wirtschaftsförderung Nordfriesland mit Tilmann Meyer, mittwochs 12 bis 14 Uhr: Bürgermeister-Sprechstunde mit Eggert Vogt und freitags 10 bis 14 Uhr: Klönschnack mit Elke Kempkes (SSW-Stadtverordnete) und anderen engagierten Bürgern.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen