Werke von 49 Künstlern : Friedens-Ausstellung in der Synagoge

Winterschlaf ist der Titel dieses Bildes von Helga Chibidziura.
Foto:
Winterschlaf ist der Titel dieses Bildes von Helga Chibidziura.

Die Wanderausstellung „70 nach 45 – Frieden im Land?” macht Station in Friedrichstadt. Gezeigt wird sie in der Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge. 49 Künstler sind an der Schau beteiligt.

shz.de von
06. Mai 2015, 16:00 Uhr

Das Ende von Krieg und Nationalsozialismus in Deutschland beeinflusst heute – 70 Jahre danach – immer noch viele Menschen, ob direkt oder indirekt. Diese Gedanken, Erfahrungen oder Erinnerungen offenbaren sich bei den Menschen ganz unterschiedlich. Einer Gruppe von Künstlern aus Schleswig Holstein war dieses Thema so wichtig, dass sie mit viel Engagement ein Ausstellungsprojekt mit dem Titel „70 nach 45 – Frieden im Land?” Geplant, organisiert und realisiert hat. Herausgekommen ist dabei eine internationale Kunst-Ausstellung, in der 49 Künstler aus neun Ländern Ihre Gedanken und Gefühle nicht in Worte aber in „Bilder“ fassen. Neben namhaften Künstlern wie Erhard Göttlicher, Jan Koblasa und Claus Vahle sind auch Künstler aus Dithmarschen und Nordfriesland mit Werken vertreten.

Der 8. Mai ist ein geschichtsträchtiges Datum. An diesem Tag im Jahr 1945, dem so genannten VE-Day (Abkürzung für Victory-in-Europe Day) wurde das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa ausgerufen. Genau 70 Jahre später wird um 19 Uhr eine Ausstellung in der Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge in Friedrichstadt eröffnet, die sich genau diesem Thema widmet, „70 nach 45 – Frieden im Land?“ 49 Künstler und Künstlerinnen aus neun Ländern stellen sich der Frage: Haben wir Frieden im Land, 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges?

Ihre Kunstwerke aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur, Objekt und Installation zeigen individuelle Stellungnahmen zu diesem gesellschaftlich bedeutsamen Thema. Die ehemalige Synagoge in Friedrichstadt ist als Ort geradezu prädestiniert, um sich mit den bildnerischen Aussagen der Künstler zum Thema „Frieden“ auseinander zu setzen. Initiiert wurde die Ausstellung von der Doris-Rüstig-Ladewig-Stiftung in Schleswig.

Da der Friedensgedanken ins Land getragen werden soll, ist diese Ausstellung so konzipiert, dass sie nicht nur an einem Ort zu sehen ist. Als Wanderausstellung reist sie das ganze Jahr hindurch durch verschiedene Kreise und (zum Teil sehr geschichtsträchtige) Ausstellungsstätten, um möglichst vielen Menschen Zugang zu der künstlerisch-kreativen Erinnerungs-Friedens-Arbeit der Künstler zu ermöglichen. Die Ausstellung wird an elf Orten in Schleswig-Holstein und Dänemark gezeigt. Zweiter Ausstellungsort nach Schleswig ist Friedrichstadt. „70 nach 45 – Frieden im Land?“ ist bis zum 7. Juni in der Ehemaligen Synagoge Friedrichstadt, Am Binnenhafen 17, zu sehen. Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag 14 bis 17 Uhr.

Das Projekt wird unterstützt durch die Kulturstiftung des Kreises Schleswig-Flensburg, der Kulturstiftung der Nord-Ostsee Sparkasse und den Kreis Rendsburg-Eckernförde. Zu den Sponsoren der Stiftung gehören auch die Nord-Ostsee Sparkasse und die Stadtwerke Schleswig.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen