Freude über eingespartes Geld

Geselligkeit und Gedankenaustausch waren Trumpf beim Empfang des Nordstrander Heimatvereins und der Ortsgruppe der  Dehoga. Foto: rah
Geselligkeit und Gedankenaustausch waren Trumpf beim Empfang des Nordstrander Heimatvereins und der Ortsgruppe der Dehoga. Foto: rah

Neujahrsempfang auf Nordstrand / Brückensanierungen wurden billiger

Avatar_shz von
14. Januar 2013, 09:05 Uhr

Nordstrand | Nach dem Motto "The same procedure as every year" ging es gesellig zu beim traditionellen Neujahrsempfang. Eingeladen hatten der Nordstrander Heimatverein und die Ortsgruppe Nordstrand-Pellworm des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) im Gasthof "Kiefhuck". Hausherr Gerd Höfer sowie Vereinschef Momme Elsner begrüßten die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Vereinen. Bei Futjes, Glühwein oder alkoholfreien Getränken wurde reichlich Gebrauch zum regen Gedankenaustausch gemacht.

Hatte noch vor zwei Jahren Oberdeichgraf Kurt Maart vom Deich- und Hauptsielverband Nordstrand heftig dagegen gewettert, dass nach mehr als einem Jahrzehnt immer noch kein Planfeststellungsverfahren hinsichtlich der Deicherhöhung erfolgt sei, war er diesmal heilfroh, dass der Startschuss zu den Baumaßnahmen im Frühjahr fallen wird. Seit 34 Jahren habe es zum Glück keine große Sturmflut mehr gegeben. Deshalb sei es umso wichtiger, auch angesichts der Klimaveränderungen, durch die Deicherhöhung gegen den Blanken Hans gewappnet zu sein. "Alle Beteiligten haben sich dafür stark gemacht, es wird kein Cent eingespart. Ein besonderer Dank gilt Dieter Schulz vom LKN", so Maart.

Bürgermeister Werner-Peter Paulsen berichtete, dass inzwischen Planfeststellungsverfahren und das Ausschreibungsverfahren erledigt seien. Bis zum Monatsende soll die Auftragsvergabe erfolgen. "Danach werden wir zu einer Einwohnerversammlung einladen und über alle Einzelheiten informieren", so Paulsen. Das Land wolle zweieinhalb Millionen Euro verbauen. Die Gemeinde müsse rund 950 000 Euro investieren. Geachtet werde besonders darauf, dass durch die Baumaßnahmen der Hafen Strucklahnungshörn keine Einschränkungen oder Nachteile davon hat. Der Betrieb müsse reibungslos weitergehen. Die nächste große Herausforderung sei das Thema Breitbandanschluss. Dazu werde es in Kürze Informationsveranstaltungen geben. "Wir brauchen eine Anschlussquote von mindestens 68 Prozent. Ich appelliere an alle Bürger. Wir müssen zukunftsfähig bleiben. Das sind wir auch unseren Gewerbebetrieben schuldig", so Paulsen.

Froh ist der Bürgermeister über den Abschluss der Brückensanierung auf Nordstrandischmoor. Vier Brücken, die ursprünglich 900 000 Euro kosten sollten, hätten der Gemeinde nun dank Fördermittel und eines Ideenwettbewerbes nur noch 42 000 Euro gekostet (wir berichteten). Das Kurmittelhaus werde unter der Regie der Gemeinde betrieben, nachdem die Pächterin den befristeten Vertrag wegen anderer Pläne vorzeitig gekündigt hatte. Es werde demnächst noch ein Physiotherapeuth eingestellt. Änderungen gibt es bei der anstehenden Kommunalwahl. Aus bisher drei Wahlbezirken wird einer. Statt bisher drei wird es nur noch zwei Wahllokale geben. "Süderhafen fällt dann weg", so Paulsen. So spare man sich auch Wahlhelfer. Es sei bei der letzten Wahl schwierig genug gewesen, genügend zu finden. "Es werden noch Freiwillige gesucht", so der Gemeinde-Chef. Der neue Gemeinderat wird künftig aus 13 statt 17 Mitgliedern bestehen.

Schließlich las Ida Thater plattdeutsche Geschichten sowie launige Gedichte, verfasst vom früheren Hafenmeister Jugge Hansen. "Wir möchten in diesem Jahr einen Gedichtband herausbringen. Der Erlös soll dem Heimatverein zugute kommen", kündigte die Spartenleiterin "Plattdütsch pleegen" an. Eine Power-Point-Präsentation von Wolf-Dieter Dey zeigte Bilder der Halbinsel. Er achtete genau darauf, dass sich jeder in die Anwesenheitsliste eintrug. Seit Jahren wird sie akribisch geführt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen