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Mit der Saison zufrieden : Fremdenverkehr boomt in Friedrichstadt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Dem Ausschuss für Wirtschaft legte die Friedrichstädter Tourismus-Chefin die neuesten Zahlen vor. Unter anderem haben sich die Zugriffszahlen auf die neue Internetseite verdoppelt.

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erstellt am 03.Okt.2014 | 10:00 Uhr

Voll wie selten war der Saal im Friedrichstädter Rathaus zur Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus. Kein Wunder, stellten doch unter Tagesordnungspunkt IV Vertreter der Interessengemeinschaft „Wir für Friedrichstadt“ (WFF) und der Arbeitsgemeinschaft „Netzwerk 2021“ ihre Gruppen vor und listeten auf, was bislang schon alles für die Stadt geleistet worden ist. Angefangen bei der Verschönerungsaktion mit Blumen, über die Beleuchtung der alten Bäume auf dem Marktplatz bis hin zum Herbstzauber in der Fußgängerzone. Beifall war den Akteuren vom Gremium sicher – und die Zusammenarbeit soll noch intensiviert werden.

Denn schon im Bericht der Friedrichstädter Tourismuschefin Anke Stecher zeigte sich, dass es viele Berührungspunkte gibt. Etwa bei der künftigen Gestaltung der Ortseingänge, der Verschönerung der Innenstadt und gemeinsamen Aktionen, wie etwa Musikveranstaltungen.

Doch Anke Stecher schaute nicht nur in die Zukunft, sie legte auch eine erste Drei-Quartals-Bilanz vor. Demnach ist der Umsatz durch Bettenvermittlung nahezu mit rund 125.000 Euro gleich geblieben. Die Provision erhöhte sich minimal von 14.734 auf 14.926 Euro, während die Gästezahl von 1448 auf 1313 sank. Allerdings unterstrich die Tourismuschefin, dass die Zahl der Übernachtungen angestiegen sei, von 5681 auf 5781. Damit zeige sich, dass die Gäste länger am Ort bleiben, denn auch die Gesamtzahl der Buchungen sank von 686 auf 598. Gezählt wurden aber nur die über das Touristbüro getätigten.

Ein genaues Bild sei daher auch bei den Tagesgästen sehr schwierig, denn nur wer im Touristbüro am Marktplatz buche, werde registriert. 165 Gruppen mit mehr als 20 Personen waren es in 2013, in diesem Jahr bislang 122. Auch die Zahl der Stadtführungen sank von 189 auf bislang 156.

Dennoch bewertet Anke Stecher den Verlauf als gut, denn seit der Neugestaltung des Internetauftritts im April 2013 hätten sich die Zugriffszahlen verdoppelt. Und Veranstaltungen, wie die Rosenträume, seien zu einem Aushängeschild geworden, zudem werfen sie bereits einen kleinen Gewinn ab. Wachsende Beteiligung werde auch bei Tischlein deck dich registriert. Und auch das zum zweiten Mal unter Regie des Tourismusvereins stattgefundene Lampionfest (ehemals Festtage), mausere sich. Die bereitgestellte Unterschussfinanzierung sei nicht gänzlich aufgebraucht worden.

Da die Tourismuszentrale Eiderstedt zum 31. Dezember aufgelöst wird, werde es künftig eine bilaterale Kooperation der Gemeinden auf Basis eines einheitlichen Vertrages mit St. Peter-Ording als größter Tourismusgemeinde geben. Die Kosten für eine Basisversorgung für Friedrichstadt belaufen sich auf 2500 Euro. Dazu gehören die Aufnahme in den Veranstaltungsplan, überregionales Marketing und die Terminkoordination. Hinzu gebucht werden können dann je nach Bedarf weitere Leistungen, wie etwa Messebesuche. Langfristig sieht Anke Stecher ein Wachstumspotenzial im Städtetourismus, denn auch wenn Friedrichstadt klein sei, „Wir arbeiten bereits mit anderen Städten eng zusammen, und da gibt es viele Ideen.“

 

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