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Neues Angebot in ST. Peter-Ording : Freiheit für Hund und Herrchen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In St. Peter-Ording werden derzeit zwei Freilaufbereiche am Strand eingerichtet – auf der Sandbank und in Ording-Nord.

von
erstellt am 29.Jun.2016 | 16:30 Uhr

Gute Nachrichten für alle Hundehalter, die gern am Strand spazierengehen: Nach jahrzehntelangen Diskussionen werden nun zwei Hundefreiläufe am Strand von St. Peter-Ording eingerichtet. Und zwar recht kurzfristig, in den nächsten Tagen. Eine etwa 2,5 Hektar große rechteckige Fläche wird in der Nähe der Badbrücke ausgewiesen. Das andere Areal wird in Ording-Nord, im Bereich Hungerhamm zu finden sein, etwa in Verlängerung der Deichspitze, in der Nähe des FKK-Strands. Dort können die Vierbeiner nach Herzenslust herumtollen – ohne Leinenzwang. Die beiden Gebiete werden derzeit mit Pfählen markiert. Eingezäunt werden sie nicht. Das macht angesichts der Nähe zum Wasser keinen Sinn, so Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier. Zu oft müsste nach Hochwasser oder Sturmflut ausgebessert werden. In diesem Zusammenhang soll auch innerorts ein Freilauf ausgewiesen werden. Dazu werden Gespräche mit der Unteren Naturschutzbehörde geführt.

Wie er in der Sitzung des Tourismus-Ausschusses berichtete, haben sich Gemeinde und die Nationalparkverwaltung auf diese beiden Flächen geeinigt – gemeinschaftlich und in guter Zusammenarbeit. Balsmeier ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Das überaus konfliktreiche Thema Hunde am Strand beschäftigt ihn seit seinem Amtsantritt im Nordseebad vor fast 20 Jahren.

Immer wieder gibt es Ärger zwischen Hundebesitzern und anderen Strandnutzern und mit dem Naturschutz. Generell gilt im Nationalpark Wattenmeer, zu dem auch der Strand von St. Peter-Ording gehört: Hunde müssen an die Leine. Diesem Gebot nachzukommen, fällt vielen Herrchen und Frauchen schwer. Zu verlockend sind die Weite von Strand und Sandbank, von Vorland und Wasserkante, den Hund frei laufen zu lassen. Der kann dann für Stress bei den Wasservögeln und bei den Strandbesuchern sorgen. Die fühlen sich von Fiffi und Hasso belästigt, wenn diese durch die Reihen der Badegäste toben, über sie rüberspringen oder gar gegen die Rucksäcke pinkeln. Und natürlich machen auch die Hinterlassenschaften der Vierbeiner keine Freude, wenn sie liegenbleiben. Die Tourismus-Zentrale hat zwar viele Beutelspender und Mülleimer installiert, aber nicht immer werden sie genutzt. Dass es sicherlich ein frommer Wunsch ist zu glauben, dass nun alle Hundebesitzer ihren Liebling nur im Freilauf von der Leine lassen, machte Balsmeier in der Sitzung deutlich. Die TZ werde die beiden Flächen beschildern und mit Flyern sowie einem Info-System die Hundebesitzer auf das neue Angebot und das richtige Verhalten am Strand hinweisen, und auch auf die Schutzbedürftigkeit von Brut- und Rastgebieten. Daran arbeiten TZ, Nationalparkverwaltung und Schutzstation Wattenmeer. „Die Schwierigkeit wird allerdings sein, Fehlverhalten festzustellen und zu ahnden.“ Wie dem beizukommen ist, wurde in den Gremien der Gemeinde schon öfter diskutiert.

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