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Husumer Nachrichten

24. Oktober 2017 | 04:09 Uhr

Koldenbüttel : Freie Fahrt ab Mitte Juni

vom

Bundestraßen-Kreuzung Bütteleck wird sicherer. Neue Radwege sind nur ein Provisorium.

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2013 | 08:39 Uhr

Koldenbüttel | Optimal waren die Witterungsverhältnisse in den vergangenen Wochen nicht, dennoch sieht es an der Kreuzungsbaustelle Bütteleck im Zuge der B 5 ganz gut aus. Karl-Heinz Roos, Leiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Flensburg, ist zumindest optimistisch, dass Mitte Juni der Verkehr über die neue Brücke rollen kann - und damit der Unfallschwerpunkt entschärft sein wird. Laut Bauvertrag soll alles am 11. Juni fertig sein, doch auf den Tag genau festlegen will sich Roos nicht, da immer wieder Wolkenbrüche Markierungsarbeiten behindern.

Noch ist das neue Kreuzungsbauwerk nicht einmal eingeweiht, da wird schon die erste Kritik laut, das Bauwerk habe den Unfallschwerpunkt nicht entschärft. Der Einmündungsbereich der B 202 wurde für gut 4,4 Millionen Euro quasi über die bestehende B 5 geführt. Der Verkehrsstrom sieht dann so aus, dass Fahrzeuge, die von Süden die B 5 befahren und auf die B 202 Richtung Osten wollen, einfach nach rechts abbiegen. Von Norden kommende Verkehrsteilnehmer fahren ebenfalls rechts ab, werden dann aber in einem Links bogen über die Brücke über die B 5 auf die B 202 geführt. Autofahrer, die von der B 202 kommen und nach Süden wollen, überqueren ebenfalls die B 5 auf der Brücke, um dann in einem weiten Rechtsbogen auf die B 5 einzubiegen. Nach Norden rollt der Verkehr von der B 202 ohne Brückenquerung wie bisher bis an die B 5 heran, um von einem Stoppschild aufgehalten zu werden. Ohne Einfädelungsspur geht es dann auf die B 5. Roos sagt, dass in den ersten Planungen auch für die nach Norden abbiegenden Fahrzeuge eine Einfädelungs-, beziehungsweise Beschleunigungsspur vorgesehen war, jedoch aus finanziellen Gründen gestrichen wurde.

Um eine Beschleunigungsspur zu bauen müssten nämlich über den bestehenden Radweg hinweg eine Brücke gebaut werden. Da die komplette Radwegeführung im Kreuzungsbereich aber im Zuge der angestrebten Drei-Streifigkeit der B 5 ohnehin umgelegt werde, wäre dies eine unsinnige Geldausgabe. "Wir würden viel Geld in ein Provisorium für einige Jahre investieren", sagt Roos.

Mit den Planungen für die Drei-Streifigkeit sei man schon recht weit fortgeschritten, doch wisse noch niemand, wann der Bund die Gelder für den Bau locker mache. Vorgesehen sei dann nämlich, den jetzt unter der neuen Brücke in Bütteleck parallel zur Fahrbahn verlaufenden Radweg vollkommen umzulegen. Der dadurch geschaffene Raum biete dann Platz für den dritten Fahrstreifen.

Die jetzige Lösung, dass lediglich der von der B 202 kommende und in Richtung Norden auf die B 5 einbiegende Verkehr stoppen müsse, sieht Roos nicht als Fortbestehen des Unfallschwerpunktes an. "Es ist doch eine der leichtesten Aufgaben, da die Verkehrsteilnehmer lediglich rechts abbiegen müssen. Das gefährliche Kreuzen der Fahrbahn, um nach Süden abzubiegen, entfällt."

Mit gut einem Jahr Verspätung wird Mitte Juni das Kreuzungsbauwerk freigegeben. Nachdem die Brücke fertiggestellt war, hatte sich dort von Frühjahr bis Spätsommer 2012 nichts getan. Der Grund: Beim Betonieren waren schwere Fehler aufgetreten. Nicht in alle Hohlräume war der Baustoff geflossen, so dass der Landesbetrieb erst einmal gemeinsam mit dem Bauunternehmen Spezialisten anheuern musste, die die nagelneue Brücke sanierten - und das über der vielbefahrenen Bundesstraße 5, mitten in der sommerlichen touristischen Hochsaison. Als schließlich die Sanierung der neuen Brücke beendet war, übernahmen wieder für kurze Zeit die Baumaschinen die Herrschaft in Bütteleck. Doch dann ruhte der Baustellenbetrieb erneut an der Kreuzung B 5/B 202, der Winter hatte mit Schnee und Eis Einzug gehalten.

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