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Husumer Nachrichten

22. November 2017 | 03:05 Uhr

Oldenswort : Freie Bahn für Radfahrer

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeinde Oldenswort will endlich den Radweg vom Dorf nach Harblek realisieren. Der Eigenanteil der Gemeinde an den Kosten beläuft sich auf 130.000 Euro.

Grundsätzliches Einvernehmen bestand in der jüngsten Gemeindevertreter-Sitzung von Oldens  wort darüber, dass ein Radweg vom südlichen Dorfausgang bis zur Bushaltestelle in Höhe der Einmündung der Kotzenbüller Chaussee aus Gründen der Verkehrssicherheit für Radfahrer und auch für Fußgänger dringend erforderlich ist. Von dort führt ein vorhandener Radweg über den Bahnhof Harblek bis zur Bundesstraße 5. Der Bauausschuss-Vorsitzende Reiner Dobbertin (CDU) beanstandete jedoch, dass weder der Bau- noch der Finanzausschuss Gelegenheit gehabt hätten, sich mit dem Vorschlag von Bürgermeister Frank-Michael Tranzer eingehend zu befassen. Generell forderte er, dass alle betroffenen Fachgremien häufiger tagen und die Beschlüsse der Gemeindevertretung vorbereiten. Ausdrücklich unterstützten Birgit Wilke (SPD) und Rolf Ottenlinger (WVO) diesen Vorschlag. Der Gemeindechef plädierte nachdrücklich dafür, dieses Vorhaben zur Sicherheit der Bürger angesichts einer aktuellen Förderung von Bauvorhaben dieser Art umzusetzen. Der Eigenanteil der Gemeinde betrage nach seinen Berechnungen rund 130.000 Euro. „Jetzt sind die Landeigentümer bereit, die benötigten Flächen zu verkaufen“, sagte er und erinnerte an die seit rund 15 Jahren andauernden Bemühungen, einen sicheren Weg entlang der L 36 zu schaffen. Durch den Landankauf im Rahmen der Flurbereinigung und mit Beteiligung des Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) könnten die Grunderwerbssteuer und die Notarkosten gespart werden. Bei einer Enthaltung einigten sich die Gemeindevertreter darauf, Empfehlungsbeschlüsse zu dem Vorhaben aus dem Bau-und Finanzausschuss abzuwarten.

Das Thema Straßen im weitesten Sinne prägte die Zusammenkunft. Lärm macht krank, und daher möchte die Gemeinde den Geräuschpegel, der sich an der vielbefahrenen B  5 aufbaut, möglichst dämpfen. Daher soll beim geplanten dreistuftigen Ausbau der Bundesstraße auf einer Gesamtlänge von 650 Metern eine Lärmschutzwand errichtet werden. Das sieht der vom Amt erstellte Lärmaktionsplan vor, mit dem alle zwölf Stimmberechtigten der Gemeindevertretung einverstanden waren. Die Wand soll Anwohner der Straße schützen, die ganztägig oder auch nachts hohem Verkehrslärm von 65 beziehungsweise 60 Dezibel ausgesetzt sind. Die Grundlage hierfür sind Erhebungen aus dem Jahr 2012. Demnach frequentieren täglich mehr als 11.000 Fahrzeuge die Strecke, wie Jochen Guhlke vom Amt Eiderstedt in einer der Sitzung vorangehenden Bürgeranhörung mitteilte. Es soll auch geprüft werden, ob der Schallschutz nicht schon vor der Verbreiterung der Hauptverkehrsachse an den ausgewählten Stellen errichtet werden kann.

Reiner Dobbertin berichtete über das Ergebnis der Wegeschau. Grundsätzlich bestand Einvernehmen über die vom Kreis vorgeschlagene Berechnung der Kosten für notwendige Reparaturen. Es werden insgesamt 70.700 Euro veranschlagt, die mit maximal 23.521 Euro gefördert werden können. Ob ein Teil des Norderweges im Ortsteil Osterende für 7900 Euro saniert werden muss, wollen Mitglieder des Bauausschusses bei einem Ortstermin prüfen. Zusätzlich einigte sich die Runde darauf, den „nicht mehr verkehrsgerechten“ Rieper Weg und die 130 Meter lange Zuwegung zur Festwiese mit Grand-Schotter befestigten zu lassen, Kostenpunkt: 23.000 Euro. Plattenwege oder gar Asphalt wären zu teuer, erklärte Dobbertin.

Ferner hat ein Einwohner aus dem Ortsteil Altendeich angeboten, vor seinem Haus eine Ausweichspur für den Begegnungsverkehr zu schaffen. Dazu will er zum Auffüllen des Untergrundes Bauschutt verwenden. „Das Vorhaben ist sinnvoll, weil an der Stelle eine Straßenverbreiterung angebracht ist“, erklärte Dobbertin. Weil das Vorhaben jedoch als ungenehmigte Abfallbeseitigung angesehen werden kann, soll das Amt den Vorgang prüfen und eine Genehmigung mit Auflagen erteilen.

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