Oldenswort : Frank Tranzer bleibt Bürgermeister

Der wiedergewählte Bürgermeister Frank-Michael Tranzer (M.) im Kreise der Gemeindevertreter.
Der wiedergewählte Bürgermeister Frank-Michael Tranzer (M.) im Kreise der Gemeindevertreter.

Oldensworts Gemeindechef Frank Tranzer startet in die dritte Amtszeit. Er hatte eine Stimme mehr als sein Herausforderer Thomas Lünemann.

shz.de von
16. Juni 2018, 10:00 Uhr

Spannend bis zum Schluss verlief die Auszählung der Stimmzettel für die Bürgermeisterwahl in der konstituierenden Sitzung der Oldensworter Gemeindevertretung. Am Ende setzte sich Frank-Michael Tranzer (SPD) mit sieben Stimmen gegen seinen Herausforderer Thomas Lünemann (WVO), für den sechs Gemeindevertreter votierten, durch. „Damit hatte ich nicht gerechnet“, bekannte der glückliche Amtsinhaber, während alle Anwesenden im vollbesetzten Saal des Handelskruges applaudierten und auch Jubelschreie zu hören waren. Tranzer dankte allen, die ihm das Vertrauen geschenkt hatten und auch den Wählern seiner Partei. „Ich hoffe, dass wir bei den anstehenden Problemen alle an einem Strang ziehen“, sagte er. Für ihn ist es die dritte Amtsperiode. Zu seinem 1.Stellvertreter wurde Thomas Lünemann und zum 2. Bürgermeister Hermann Agge (CDU) gewählt. Diese Wahlen erfolgten einstimmig, bei Enthaltung der jeweiligen Kandidaten. Hermann Agge ist übrigens für Wilfried Massow nachgerückt. Massow hatte sein Mandat nach der Kommunalwahl nicht angenommen.

Nachdem der Wiedergewählte die übrigen Gemeindevertreter per Handschlag verpflichtet hatte, verständigte sich die Runde darauf, angesichts des nicht von allen erwarteten Wahlausgangs die Besetzung der Ausschüsse und die Entsendung von Vertretern in externe Gremien neu zu regeln. Darüber wird in einer Sitzung am Dienstag, 26. Juni, entschieden werden. Auch die neuerliche Abstimmung über den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses wurde verschoben, bis der Finanz- und der Bauausschuss über die finanziellen Auswirkungen beraten haben. Zuvor hatten Agge und der Gemeindechef ihre gegensätzlichen Standpunkte vorgetragen.

Erfreut reagierten die Anwesenden auf den Hinweis von Gunther Kühn, Seniorchef der gleichnamigen Landschlachterei, dass es nach dem Brand im Betriebsgebäude mit dem Verkauf im Laden in der Dorfstraße weitergehen soll. Die Produktion erfolge vorübergehend mit einer Ausnahmegenehmigung in der jetzigen Betriebsstätte, teilte er mit. Sie könne künftig, zusammen mit dem Schlachtbetrieb, in einer neuen Betriebsstätte im Gewerbegebiet erfolgen.

Ferner sprach sich das Gremium für die Gewährung einer Sozialleistung in Höhe des Schulgeldes für die Eltern aus, die ihren ersten Wohnsitz in Oldenswort haben und deren Kinder die örtliche Privatschule besuchen. Sie wird auf Antrag gewährt, beträgt 130 Euro monatlich und ist im Gegensatz zur bisherigen Regelung nicht vom Einkommen der Eltern abhängig. Damit soll eine wohnortnahe Beschulung gefördert werden. Der Bürgermeister verglich diesen Aufwand mit den Schulkostenbeiträgen, die die Gemeinde für die Schüler aufzuwenden habe, die eine öffentliche auswärtige Schule besuchen. Die neuen Kosten werden aus dem gleichen Topf beglichen.

Mit dem gleichen Votum beschlossen die Gemeindevertreter, die Kita um eine Regel- und eine Krippengruppe zu erweitern. Gegenwärtig sei die Einrichtung mit 70 Kindern ausgebucht, und es bestehe weiterer Bedarf.


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