Gemeindevertretung Mildstedt : Fortschritt in Sachen Kindergarten

Das bestehende Gebäude des evangelischen Kindergartens in Mildstedt ist viel zu klein. Ein Neubau an anderer Stelle muss her.
Das bestehende Gebäude des evangelischen Kindergartens in Mildstedt ist viel zu klein. Ein Neubau an anderer Stelle muss her.

Um den Weg frei zu machen für ein neues Gebäude, haben die Gemeinde Mildstedt und die Kirche eine gemeinsame Lösung gefunden.

shz.de von
20. Juli 2018, 15:00 Uhr

Für Diskussionen unter den Mildstedter Gemeindevertretern sorgte erneut der geplante Neubau der Kindertagesstätte, dessen Kosten voraussichtlich rund zwei Millionen Euro betragen.

Günter Jacobsen gab bekannt, dass die Eigentümerin einer angrenzenden Fläche am jetzigen Standort des evangelischen Kindergartens einen Teil ihres Gartens verkaufen würde. „Wir haben doch bereits einen Beschluss zum Bau an dem Platz beim Neubaugebiet gefasst“, gab Truels Reichardt zu bedenken, während Hans-Peter Henkens vorschlug, alle Möglichkeiten zu prüfen. In die Diskussionen griff schließlich Bürgermeisterin Telse Jacobsen ein: „Wir haben hier nicht alles auf Zuruf erarbeitet, sondern hatten einen Architekten beauftragt, der die Möglichkeiten überprüft hat. Der Neubau am jetzigen Standort wäre danach die teuerste Variante. Hinzu kämen die Kosten für den Abriss des alten Gebäudes sowie die Unterbringung der Kinder in Containern. „Wir haben lange mit der Kirche diskutiert“, so Jacobsen weiter. „Sie stellt uns nun eine Fläche in Erbbaupacht zur Verfügung.“ Andere Flächen kommen in Mildstedt nicht mehr in Frage.

Mit Klagen wegen der am neuen Standort vorgesehenen Arbeiten der Tennet rechnet die Gemeinde-Chefin nicht: „Alle Grundeigentümer sind mitgenommen worden. „Ich glaube, wir sind insgesamt auf einem guten Weg.“ Somit wurde ein Grundsatzbeschluss zum Bau der neuen evangelischen Kindertagesstätte gefasst, die auf einem 8900 Quadratmeter großen Grundstück entstehen soll. Der Bau wird von der Gemeinde finanziert und wie bisher an den evangelischen Kindergarten vermietet. Das Grundstück stellt dazu die Kirchengemeinde auf Erbbau-Basis bereit. Zwischen Gemeinde und Kirche wird dazu ein Erbbau-Rechtsvertrag geschlossen. Das Grundstück soll zuvor noch vermessen werden, dann soll die Bürgermeisterin den Vertrag unterschreiben. Die Entscheidung fiel bei Gegenstimmen der beiden FDP-Vertreter.

Dann hatte Jacobsen noch eine gute Nachricht zu verkünden: Man könne den Eltern ab 1. September jetzt auch Krippenplätze im evangelischen Kindergarten anbieten. Die Krippe werde im Lambertushaus eingerichtet und die zuständige Fachabteilung des Landkreises habe ihre Zustimmung signalisiert. Aufgenommen werden Kinder ab einem Jahr, die Betreuung kann bis 17 Uhr gebucht werden. Dazu soll zusätzliches Personal eingestellt werden. Einen Teil der Kosten trägt die politische Gemeinde Mildstedt. „Ich möchte mich bedanken, dass wir diese Lösung gefunden haben“, sagte Hans-Peter Henkens. Dadurch könne der Betrieb im Jugendhaus Langsteeven, das so nicht für Krippenplätze in Anspruch genommen werden muss, wie gewohnt ohne Einschränkungen weitergehen.

Die vier Gemeinde-Vertreter im Kindertagesstätten-Ausschuss der evangelischen Kirchengemeinde beziehungsweise deren Stellvertreter wurden ermächtigt, der Erhöhung im Stellenplan des evangelischen Kindergartens zuzustimmen. Das Votum erfolgte einstimmig.

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