Warmes Badevergnügen : Förderverein setzt auf Sonnenkraft

Für mehr Badespaß will der Förderverein mit einer zusätzlichen Heizung sorgen.
Für mehr Badespaß will der Förderverein mit einer zusätzlichen Heizung sorgen.

Das Meerwasserschwimmbad Tönning soll künftig mit Sonnenkollektoren beheizt werden. Nun fehlt noch die Zustimmung der Stadt.

shz.de von
15. Mai 2015, 08:00 Uhr

Erfreut zeigte sich der Vorsitzende des Fördervereins Meerwasserfreibad Tönning, Jacob Peters, über die rege Beteiligung, sind doch bei jeder Jahresversammlung etwa 30 bis 40 Mitglieder anwesend. Er gab einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr. Zunächst betonte er, dass das Freibad ein touristischer Anziehungspunkt für die Region ist. Besucher der Jugendherberge und des Campingplatzes nutzen das nahe Freibad ebenso wie viele Einheimische. Viele Kinder lernen dort das Schwimmen, erwachsene Tönninger entspannen nach einem harten Arbeitstag. Die Senkung der Eintrittspreise im Jahr 2013 war ein voller Erfolg, so Peters weiter. Dadurch verzeichnete der Verein hohe Besucherzahlen, aber auch durch die schönen Sommer 2013 und 2014. Eine Erhöhung wird es in diesem Jahr nicht geben.

Ein Dauerthema bleibt die Heizung für das Freibad. Die vorhandene, mit Sonneneinstrahlung betriebene reicht nicht aus, auch an kühlen oder bedeckten Tagen für warmes Badewasser zu sorgen. Es ist eines der Hauptziele des Vereins für eine zusätzliche Heizung zu sorgen. In der vorigen Versammlung hatte er beschlossen, die Fachhochschule Westküste – Fachgebiet Gebäude- und Umwelttechnik - zu beauftragen, ein geeignetes Konzept für die Beheizung des Schwimmbades zu erarbeiten. Im vergangenen Sommer wurde es vorgestellt (wir berichteten). Um Wärmeverlusten vorzubeugen, wurde eine Abdeckung empfohlen, für die Wassererwärmung die Installation von Sonnenkollektoren auf der neuen Filterhalle. Auch den Fraktionen der Stadt Tönning, die sich alle für den Erhalt des Schwimmbades ausgesprochen hatten, wurde das Konzept nähergebracht. Bei der Abdeckung gab es jedoch einige Bedenken. Schwere Rollen am Beckenrand, eine hohe Windlast und ein erheblicher Arbeitsaufwand waren nur einige. Letztendlich entschloss sich der Förderverein zu der von der Fachhochschule Heide vorgeschlagenen Solarthermie. Es handelt sich hierbei um Flachkollektoren, die auf dem Dach der Filterhalle installiert werden und einen hohen Wirkunsgrad erzielen. Jetzt ist die Stadt Tönning gefragt, diesem Punkt zuzustimmen. Die Finanzierung ist durch die Rücklagen gewährleistet, und die Folgekosten sind überschaubar.

Jacob Peters berichtete von weiteren Vorhaben. So ist im Kassenbereich eine elektronische Temperaturanzeige für das Wasser geplant. Außerdem soll das Erscheinungsbild durch neue Banner verbessert werden. Zurzeit gibt es im Stadtgebiet lediglich drei Schilder, die auf das Schwimmbad hinweiseen. Es sollen weitere aufgebaut werden. Es wurde bereits mit der Stadtverwaltung gesprochen. Das Schwimmbad-Café und der Kiosk sind derzeit ohne Betreiber. Ein gutes Ergebnis brachte der Kuchenverkauf am ersten Advent im Packhaus. Jacob Peters bedankte sich bei allen, die dabei aktiv waren. Aber auch bei den Frauen, die in der Saison an der Kasse sitzen, bei der DLRG, bei der Badeaufsicht sowie bei Schwimmmeister Dennis Domann.

Am Sonnabend (16.) wird die Saison im Schwimmbad mit einem Tag der offenen Tür bei freiem Eintritt eröffnet. Los geht es um 10 Uhr.

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