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Husumer Nachrichten

23. Oktober 2017 | 03:08 Uhr

Wunschkonzert : Förderverein mit Sorgen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Rantrumer Förderverein unterstützt die örtliche Schule und fordert die Eltern zur Mitarbeit auf. Die Kasse ist gut gefüllt. Doch nicht alles, was der Verein der Schule spendieren will, ist von der Gemeinde als Schulträger auch erwünscht.

shz.de von
erstellt am 07.Feb.2014 | 12:00 Uhr

Üblicherweise werden Wünsche geäußert, für deren Erfüllung oftmals das Geld fehlt. Beim Schulförderverein Rantrum ist Geld da – doch nicht die Wünsche, die damit erfüllt werden könnten. Während der Überlegungen, wie das Geld sinnvoll ausgegeben werden könnte, wies Schulleiterin Karin Maas auf das rund 20 Jahre alte Mobiliar hin. Veto vom Schulausschuss-Vorsitzenden Hans-Jürgen Becker: „Die Anschaffung dieser Dinge fällt in die Hoheit der Gemeinde und sollte die Vereinskasse nicht belasten.“ Da nahm sich der zweite Wunsch der Schulleiterin eher bescheiden aus: „Ein Laptop, damit wir mittels Beamer etwas auf die Leinwand werfen können.“ Damit auch weiteres Geld aus der gut gefüllten Kasse in Umlauf kommt, sollen jetzt die Eltern Wünsche äußern.

Knickrig zeigte sich der Förderverein der Grundschule Rantrum in allen Jahren nicht. 2013 wurden Hocker für den Multifunktionsraum, ein Musikinstrument, die Abschlussklassenfahrt der dritten Klasse sowie drei Selbstbehauptungskurse bezahlt. Außerdem trägt der Förderverein die Fahrtkosten für Senioren, die an der Schule mitarbeiten. „Eine feine Sache“ nannte die Rektorin die unterstützende Mitarbeit durch Senioren – und natürlich auch die Zuschüsse des Fördervereins.

Die Haupteinnahmequelle des Vereins ist der Weihnachtsbasar in der Schule. Und da flossen die Gelder im Vorjahr ausnahmsweise mal nicht so üppig wie in den Vorjahren. Auch eine Tombola gab es diesmal nicht. Der Grund: Die Eltern konnten nicht wie gewohnt zur Unterstützung bewegt werden. „Eine dünne Beteiligung“, bilanzierte die Vize-Vorsitzende, zudem waren auch nur drei Väter beim Väterbasteln dabei. Große Unterstützung erfuhr der Verein durch Spenden – und alles, was gebastelt wurde, konnte zu vernünftigen Preisen verkauft werden.“ 93 Schulkinder zählt die eigenständige – und nur von der Gemeinde getragene – Grundschule derzeit. 79 Mitglieder zählt der Förderverein. Der Wunsch des Vereins: Mehr Mitglieder aus den Reihen der Eltern, die derzeit Kinder an der Schule haben.

Vor den Vorstandswahlen dankte Becker dem Verein. Vorsitzende Heidi Schmidt legte nach nur einem Jahr ihr Amt nieder. Unter Leitung der Rektorin fanden dann die Vorstandswahlen statt – mit diesem Ergebnis: Das Amt des Vorsitzenden bleibt unbesetzt, Vize Beate Greve, Kassenwartin Stefanie Peschel, Schriftführerin Asta Carstens. Zu Kassenprüferinnen wurden Imke Schumacher und Alkje Mommsen gewählt. Auf Vorschlag von Imke Schumacher wurde die Anschaffung von lebensgroßen Figuren, wie sie an der Ostenfelder Schule aufgestellt sind, diskutiert. Die Aufstellungsgenehmigung muss Bürgermeister Horst Feddersen erteilen. Dann kamen nachträgliche Wünsche auf die Liste: Zwei Fußballtore und Fußballnetze. Diese werden bezahlt. Schulleiterin Karin Maas berichtete schließlich: „Unsere Einrichtung ist wieder Ausbildungsschule, eine Lehramtsanwärterin bleibt anderthalb Jahre.“

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