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Ziel erreicht : Förderverein der Bredstedter Bücherei aufgelöst

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Alle Aufgaben, die sich der Verein einst selbst in seiner Satzung gestellt hatte, sind erledigt. Die Stadtbücherei ist heute gut aufgestellt und Angebote wie der Bücherflohmarkt werden auch ohne Verein weitergeführt.

Ohne viel Aufsehen zu erregen, aber mit dem guten Gefühl, alle Aufgaben laut einst beschlossener Satzung erfüllt zu haben, hat sich der Förderverein der Stadtbücherei Bredstedt durch einstimmigen Beschluss der Mitglieder aufgelöst. „Zunächst hatte ich noch ein wenig Bauchweh, das Kind, das einst die Bücherei vor dem Aus rettete, gehen zu lassen. Doch ich muss sagen, es ist in Ordnung, denn alles läuft gut“, sagt die ehemalige Vorsitzende Arngard Janiesch.

Bürgermeister Knut Jessen würdigte das besondere Engagement der Vereins-Chefin und ihres Stellvertreters Peter Niediek mit Abschiedsgeschenken. Beide erhielten Radierungen des Kupferstechers Peter Froese, auf denen das Bürgerhaus, das Domizil der Bücherei zu sehen ist. „Unsere Bücherei ist jetzt sehr gut aufgestellt. Allen Mitgliedern sei gedankt für ihren finanziellen und tatkräftigen Einsatz“, sagte Jessen in der letzten Mitgliederversammlung.

Als sich der Verein am 12. Februar 2004 gründete, bestand tatsächlich große Not: Es fehlten der Stadt als Trägerin der Einrichtung rund 16.000 Euro im Haushalt. Das sei durch die erhöhte Forderung des Büchereivereins zustande gekommen, so Janiesch. In der Satzung hatten sich die acht Gründungsmitglieder auf ihre Fahnen geschrieben, durch geeignete Maßnahmen dafür zu sorgen, dass die Leistungen der Bücherei für die breite Öffentlichkeit erhalten bleiben. Margit Schmidt hatte damals kräftig die Werbetrommel für die Mitgliederversammlung gerührt. Der Bordelumer Pädagoge Rudolf Wiehe leitete sie und griff den Vorstandsmitgliedern auch danach mit Rat und Tat unter die Arme.

Bereits ein Vierteljahr nach Gründung waren damals 12.000 Euro durch Spenden und Mitgliedsbeiträge zusammengekommen. „Wir haben über die Husumer Nachrichten zu vierzehntägigen Treffen aufgerufen. Es kamen immer rund 30 Menschen, die am Ende eines Abends bereit waren, finanzielle Mittel für den guten Zweck lockerzumachen“, blickt Janiesch zurück. Es sei viel in Bewegung gekommen. Bis zur Auflösung des Vereins konnten die zuletzt 40 aktiven Mitglieder durch die alljährlichen Bücherflohmärkte und sonstige Veranstaltungen, wie herausragende Konzerte – beispielsweise mit der Dragseth Folk-Band oder Volker Lechtenbrink – aber auch Lesungen, pro Jahr mindestens 2000 Euro an die Stadt überweisen.

Zunächst habe finanzielle Unterstützung im Mittelpunkt gestanden, später gab es auch Leseförderung für Kinder sowie die Ferien-Lese-Aktion. Diese wird nun von der Büchereileiterin Sabine Gaack und ihrem Team weitergeführt, ebenso die Bücherflohmärkte. Bauhofmitarbeiter werden für den Transport der Kartons sorgen, aber auch Mitglieder des ehemaligen Fördervereins werden auf Abruf weiter mit zur Hand gehen. Eike Jürgensen wird sich zudem auch künftig um die Kindergarten-Führungen durch die Bücherei kümmern. Die Leiterin des Hauses ist zufrieden. Dem Verein gebühre großer Dank. Und es freue sie, dass es der Stadt wichtig ist, die Bücherei zu tragen.

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