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Konjunkturpaket: : Fördermittel für elf Projeke beantragt

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Welche Möglichkeiten hat Husum, Mittel aus dem Konjunkturprogramm zu beantragen? Der Bauausschuss befasste sich mit den Vorschlägen.

shz.de von
erstellt am 04.Feb.2009 | 04:57 Uhr

Husum | Husum hat mehr. Das gilt nicht nur für sein touristisches Umfeld. Im Gegensatz zu anderen Kommunen, deren Schulen seit Jahrzehnten der Sanierung harren ("Sanierungsstau" nennt das die Politik), sind Husums Bildungseinrichtungen nach einer zig Millionen schweren Auffrischungskur richtige Vorzeigeobjekte geworden.

Womöglich zu früh", unken Kritiker, nachdem die rot-grüne Bundesregierung soeben die Inhalte ihres zweiten, 50 Milliarden Euro schweren Konjunkturprogramms bekannt gegeben hat. Darin sind auch rund 18 Milliarden Euro für infrastrukturelle Maßnahmen - vorrangig für Bildungseinrichtungen - vorgesehen.
Für 44 Millionen saniert

Das hätte die Stadt schon vor Jahren gut gebrauchen können. Immerhin belief sich das von Bürgermeisterin Ursula Belker initiierte Schulneubau- und -sanierungsprogramm am Ende auf stattliche 44 Millionen Euro. Außerdem musste sie sich von den Stadtwerken trennen, um ihren Eigenanteil finanzieren zu können. Das Geld ist inzwischen weitgehend verbaut. Einzig der Neubau der Iven-Agßen-Schule und einzelne "Verschönerungsmaßnahmen" stehen noch aus.

Dann kommt das zweite Konjunkturprogramm aus Berlin für die Storm-Stadt womöglich zu spät? "Nein", sagt Stadtkämmerer Peter Seidel. Doppelte Förderungen seien zwar eigentlich nicht vorgesehen, "aber wir haben ja auch noch andere, bislang unrealisierte Projekte". Und so haben er und seine Mitarbeiter auch nicht lang gefackelt, als die Aussicht auf einen warmen Geldregen aus Berlin gestern ins Haus flatterte. Und schon am Nachmittag legte die Kämmerei dem Bauauschuss ein Paket mit elf Projekten vor, die für das Konjunkturprogramm in Frage kämen.
Was passt ins "Berliner Paket"?

Alles zusammen umfasst der Katalog ein Volumen von 7,16 Millionen Euro, "wobei wir im Einzelfall natürlich noch gar keine konkreten, geschweige denn abschließenden Zahlen nennen können", sagt Seidel. Ebenso unklar ist, ob alle genannten Posten wirklich förderfähig sind. "Aber besser die eine oder andere Ablehnung erhalten als erst gar nichts einzureichen", sagt Seidel. "Und die Förderdetails liegen uns noch nicht vor." Was genau in das Berliner Paket hineinpasst und was nicht, wird sich wohl erst im Februar klären.

"Allerdings gehen wir davon aus, dass es sich im konkreten Fall um Förderungen in der Größenordnung von 75 bis 80 Prozent handeln wird", sagt der Herr der Zahlen. Wenn dann die Landesregierung eventuell noch einmal zehn Prozent dazu gebe, "bleiben für die Stadt am Ende womöglich nur noch zehn Prozent übrig".

Für 2009/2010 will die Stadt für folgende Projekte Mittel aus dem Konjunkturprogramm beantragen:

Schulmöbelersatz für alle neun Schulen (geschätzt: 450.000 Euro)
Neugestaltung des Schul- und Pausenhofes der Bürgerschule (500.000 Euro)
Umgestaltung von Außenanlagen und Pausenhof der Klaus-Groth-Schule (490.000 Euro)
Neugestaltung der Außenanlagen, Lehrerparkplätze, Pausenhöfe und Außensportanlagen der Ferdinand-Tönnies-Schule (400.000 Euro)
Neugestaltung der Außenanlagen im Umfeld der Sporthalle der Gemeinschaftsschule Nord (225.000 Euro)
Neugestaltung der Pausenhöfe, Außensportanlagen sowie des Lehrerparkplatzes der Theodor-Storm-Schule (1.000.000 Euro)
Neugestaltung zweier Pausenhöfe um des Parkplatzes an der Hermann-Tast-Schule (850.000 Euro)
Neueindeckung des Schieferdaches sowie Außenwanddämmung und -sanierung der Bürgerschule (945.000 Euro)
Dach- und Außenwandsanierung der Sporthalle und des Schulgebäudes der Klaus-Groth-Schule. Innensanierung der Sporthalle und Einbau einer neuen Heizung (700.000 Euro).
Bau- und Baunebenkosten für die Mensa der Gemeinschaftsschule Nord (1.200.000 Euro)
Innensanierung der Sporthalle durch eine Erneuerung des Sporthallenbodens sowie der Umkleide- und Duschbereiche an der Hermann-Tast-Schule (300.000 Euro)

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