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Aufruf an alle Bürger : Flüchtlinge brauchen Hilfe

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeinde Hattstedt sucht Einwohner, die sich um die Betroffenen kümmern und sie beim Einleben in der neuen Umgebung unterstützen. Unter anderem sollen auch Sprachkurse angeboten werden.

Es ist noch nicht hundertprozentig in trockenen Tüchern, doch Hattstedts Bürgermeister Ralf Heßmann war es in der jüngsten Gemeinderatssitzung wichtig, die Bürger für das Thema zu sensibilisieren. Aufgrund der aktuellen politischen Krisen-Situationen in der Welt kommen immer mehr Flüchtlinge in die Region. Der Kreis Nordfriesland will Mittel für Sprachförderung und bessere Integration zur Verfügung stellen. Insbesondere sollen Kümmerer eingesetzt werden. „Hierzu brauchen wir gestandene Männer. Wer sich dazu in der Lage fühlt, darf sich bei mir melden“, erklärte Heßmann. Die Bürgermeister im Amtsbereich Nordsee-Treene hatten sich einmütig dafür ausgesprochen, dass mehr Hilfen angeboten werden müssen. Eng soll mit dem Sozialzentrum der Stadt Husum sowie den Mitarbeitern der Ausländerbehörde beim Kreis zusammengearbeitet werden. Im Amtsbereich sollen in Hattstedt, Friedrichstadt, Winnert und auf Nordstrand sobald wie möglich Deutschkurse starten. Gespräche laufen mit Behörden und Institutionen in alle Richtungen. Freiwillige seien willkommen. Das gelte auch für Ideen, wie noch effektiver geholfen werden könne. „Es ist wichtig, die Migranten in unsere Gesellschaft zu integrieren, sonst entstehen Subkulturen“, betonte der Bürgermeister. Allein in Hattstedt gebe es zwölf Flüchtlinge, die bereits größtenteils in das Dorfleben eingebunden worden seien, beispielsweise auch in den TSV Hattstedt. „Ich möchte die Bevölkerung aufrufen, auf die traumatisierten Menschen zuzugehen“, so Heßmann.

Der neue Bürgerbus (wir berichteten) habe seine erste Feuerprobe bestanden, so der Bürgermeister weiter. Die Ehrenamtler des Vereins „Freunde für Hajnowka“ hatten ihn für eine Fahrt in die polnische Stadt genutzt, die ganz im Osten des Lanes liegt. Aufgrund der Amtspartnerschaft mit dem Kreis Hajnowka fand dort ein Freundschafts-Treffen statt. Zur Pflege der Partnerschaft der Gemeinde Hattstedt mit der Kommune Tarjan war außerdem eine Abordnung von Gemeindevertretern nach Ungarn gereist. Mit dabei war der stellvertretende Bürgermeister Ralf Jacobsen. „Uns wurden dort die neuesten Projekte, wie das Straßensanierungsprogramm vorgestellt. Wir durften das Gesundheitszentrum und das Heimatmuseum besichtigen. Tarjan hat wie Hattstedt ebenfalls etwa 2400 Einwohner“, berichtete Jacobsen. Die Gastfreundschaft sei überwältigend gewesen. Angedacht werde, die Partnerschaft auf politischer Ebene auszubauen und eine Patenschaft zwischen den Kindergärten der Gemeinden einzurichten.

Lob gab es vom Finanzausschuss-Vorsitzenden Hans-Heinrich Horstmann für das Bauprojekt Sportpark Hattstedt. „Es hat sich eine Überschreitung der Kosten von nicht mal zwei Prozent ergeben“, berichtete er. 796.000 Euro seien geplant gewesen. Tatsächlich ausgegeben wurden 810.000 Euro. Die auf dem Dach installierte Fotovoltaikanlage werde sich auf jeden Fall rentieren. Seit dem 12. Juni, der Inbetriebnahme, seien bereits 10.300 Kilowattstunden (kW/h) Strom produziert worden. Davon wurden 7905 kW/h an die Stadtwerke Husum verkauft. 2445 kW/h wurden für den Eigenverbrauch benötigt. Prognostiert war ein Jahresertrag von 22.000 Kw/h.

Schließlich entschied sich das Gremium einstimmig für die Renovierung des Trauzimmers im ehemaligen Amtsgebäude Hattstedt. 4000 Euro wurden für Malerarbeiten und die Beschaffung von Mobiliar in Ansatz gebracht. „Über die Entscheidung werden sich die Standesbeamtinnen freuen. Sie hatten den Wunsch an mich herangetragen“, erklärte der Bürgermeister. Der Antrag der Vorstandsspitze des TSV Hattstedt hinsichtlich der Bezuschussung für eine neue Flutlichtanlage wurde in den Bauausschuss abgegeben.


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