Angler auf der Suche nach passendem Gewässer : Fische selbst züchten

Der Fischereischein ist unerlässlich für Angler.   Am 1. Februar findet die erste Prüfung des Jahres statt.
Der Fischereischein ist unerlässlich für Angler. Am 1. Februar findet die erste Prüfung des Jahres statt.

Um auch künftig kapitale Fänge an den Haken zu bekommen, möchten die nordfriesischen Angler selbst Fische züchten. Dafür suchen die Petrijünger nun das geeignete Gewässer.

Avatar_shz von
19. März 2014, 13:00 Uhr

Eine wichtige Grundlage für die Arbeit des Kreisanglerverbands Nordfriesland ist die Vernetzung mit Vereinen, Verbänden und Behörden. „Dadurch können wir vieles regeln und erreichen, ohne dass Misstöne auftreten“, sagt Vorsitzender Jürgen Töllner. Dass man miteinander im Gespräch bleiben wolle, signalisierten dann auch zahlreiche Gäste auf der Jahresversammlung.

Zahlreich waren denn auch die Grußworte: „Bei den Anglern geht es nicht nur um Entspannung und Rekorde, sondern gleichfalls um den Einsatz für sauberes Gewässer und eine gesunde Umwelt“, eröffnete Kreispräsident Heinz Maurus den Rede-Reigen. Der Vorsitzende des Kreissportverbandes Günter Fleskes sprach den Anglern zu, soziales Miteinander und ebenso Chancengleichheit durch Inklusionsmaßnahmen zu fördern. Die Zusammenarbeit zwischen Jägern und Anglern sei unerlässlich, forderte der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Jochen Muxfeldt. „Dieser Verband ist einer der aktivsten im Lande, hier wird was angedacht, hier ist Dynamik drin“, lobte Peter Heldt vom Landessportfischerverband. Jan Rabeler als Oberdeichgraf Eiderstedts ging auf die geplante Fischpassage am Schöpfwerk Saxfähre ein: „Diesem Projekt stimmen wir ohne Vorbehalt zu.“ Dieses hat der Kreisverband, der die Gewässer auf Eiderstedt gepachtet hat, bewirtschaftet und überprüft, im vorigen Jahr auf den Weg gebracht. Die Pumpen im Schöpfwerk stellen eine künstliche Barriere für die Fischwanderung dar. Damit die Fische eine Chance zum unbeschadeten Auf- und Abstieg haben, soll möglichst schnell ein erprobtes, modernes Fischschutzsystem für rund 60 000 Euro installiert werden.

Der Kreisverband hat sich 2013 ebenfalls für eine Treenekonferenz eingesetzt. Dazu holte er alle Angelvereine, die an dem Fluss ansässig sind, an einen Tisch. Ziel ist, eine Bestandsaufnahme der Fische sowie gemeinsame Gewässeruntersuchungen zu machen, um den ökologischen Zustand der Treene und ihrer Zuflüsse beurteilen zu können.

Auf der Suche bleibt der Kreisverband nach einer Teichanlage für Fischzuchtzwecke. Es besteht der Wunsch, den Eigenbedarf an Karpfen, Schleien, Hechten, Zandern und Weißfischen zu decken. Einen wichtigen Stellenwert nimmt die Jugendarbeit im Kreisanglerverband ein. Als weiterer Eckpfeiler im Verbandsleben dürfen die Fortbildung und Kurse für die Angelfischerei gesehen werden. In 2013 hatten sich 370 Interessierte zur Fischereischeinausbildung angemeldet. Praxistage vertieften das Gelernte.

Die höchste Auszeichnung des Deutschen Angelfischer Verbandes (DAFV), die goldene Ehrenmedaille, erhielt Addi Hilger (Leck) für sein ehrenamtliches Engagement. Über die silberne Ehrenmedaille des Bundesverbandes konnten sich Günter Ulmann und Peter Susat (beide Leck) freuen. Das goldene Ehrenzeichen des DAFV ging an Olaf Kufallt (Niebüll), diese Auszeichnung in silber Johannes Beckmann (Leck). Der Kreisverband verlieh das goldene Ehrenzeichen an Hans-Peter Rathje (Schwabstedt).

Peter Susat (Medelby) bleibt Kreiskoordinator für die Fischereischeinprüfung und Hermann Franke (Hattstedt) Referent für Gewässerfragen. Alf Hansen (Mildstedt) ließ sich zum Kreisverbandsjugendleiter und Bernd Stuck (Koldenbüttel) zum Angel- und Sportwart wählen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen