Firmenchefs haben Diskussionsbedarf

Jan Oje, Mitarbeiter der Firma Richardsen, erklärt Dr. Bernd Buchholz die Abbundanlage.
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Jan Oje, Mitarbeiter der Firma Richardsen, erklärt Dr. Bernd Buchholz die Abbundanlage.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz besucht Firmen in Langenhorn und Bredstedt

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29. März 2018, 11:39 Uhr

Ein strammes Programm hatte sich Dr. Bernd Buchholz, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (FDP) in der Kieler Jamaika-Koalition, auferlegt. Bevor es abends nach Husum zu einer Podiumsdiskussion ging, besuchte er die Firma Holzhäuser und Zimmerei Richardsen in Langenhorn sowie das Bredstedter Unternehmen North-Tec. Mit von der Partie waren auch Jörn Arp, Präsident der Handwerkskammer Flensburg, sowie Hauptgeschäftsführer Udo Hansen. „Ich möchte mich über die Situation unterschiedlicher Betriebe informieren und Ihnen Gelegenheit geben, Dinge anzusprechen, bei denen Sie sich von politischer Seite Unterstützung erhoffen“, stellte der Minister klar.

In Langenhorn gewährten Senior-Chef und Zimmerermeister Nis-Richard Richardsen sowie dessen Sohn Sönke, gelernter Zimmermann und Geschäftsführer, Einblicke in Hallen und Geschäftsräume.

Beeindruckt war der Minister vom modernen Fertigungsprozess der im über 30 Jahre existierenden Betrieb hergestellten Holzhäuser. 120 Mitarbeiter arbeiten in dem Unternehmen. Derzeit werden 15 junge Leute zum Zimmerer ausgebildet. Jährlich werden zwischen drei und vier eingestellt. Zu bemängeln sei, so der Senior-Chef, dass Auszubildende besonders im ersten Lehrjahr kaum im Unternehmen sind. Blockunterricht verhindere, dass sie die Entstehung eines Objektes von Anfang bis zum Ende mitbekommen. Da seien Politik und Gewerkschaften gefragt. Wenig Zeit blieb für weitere Themen. Zumindest die Appelle zum dringenden Ausbau der B 5 und die nötige Sanierung maroder Straßen landesweit konnte Richardsen noch los werden.

Nach einer Stunde hieß es Aufbruch zur nächsten Station, dem Bredstedter Unternehmen North-Tec. Hier führten Gründer Ole Hering und Geschäftsführer Jan Momsen im Schnelldurchlauf durch den Betrieb. Anhand einer Powerpoint-Präsentation stellte Gesellschafter Ralf Breckling die Firma vor, die sich seit 2004 mit derzeit 50 Mitarbeitern mit speziellem Maschinenbau und Service beschäftigt. Es werden unter anderem Biogasanlagen, Pumpen oder Technikgebäude entwickelt und gebaut. Steuerungs-, App- und Datenbankentwicklung sowie Fernwartung von Biogasanlagen inklusive. Derzeit treibt das Führungsteam die Optimierung von Biogasanlagen in der Region um, damit für die Kunden die Flexibilitätsprämie laut EEG generiert werden kann. Der Motor der Anlage bräuchte danach nur noch acht Stunden – statt wie bisher ununterbrochen – laufen. Die Botschaften für den Minister lauteten: „Biogas kann mehr, auch in Sachen Speicherung“.

Diskussionsbedarf hätten beide Gastgeber gehabt. Doch die Zeit war zu knapp. „Ja, es ist alles reguliert in Deutschland. Ich glaube, wir müssen umdenken“, so der abschließende Kommentar von Dr. Bernd Buchholz.









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