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Kostenloses internet : Finanzielle Hilfe für die Landjugend

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeinde Reußenköge bezahlt der örtlichen Landjugend den Telefon- und Internetanschluss. Die jungen Männer und Frauen unterhalten in der alten Schule der Gemeinde einen eigenen Büroraum.

Zwei Mitglieder der Landjugend Reußenköge verfolgten die Abstimmung in der Alten Schule im Sophien-Magdalenen-Koog ganz gespannt. Der Gemeinderat hatte in seiner jüngsten Sitzung unter anderem laut der Tagesordnung einen Beschluss zu fassen, ob es ein kostenloses freies W-Lan-Netz in der Koogshalle, für das Amsinckhaus, die Hamburger Hallig und Lüttmoorsiel geben sollte. Allerdings lehnten die Gemeindevertreter einstimmig ab. Was zunächst schlecht für die jungen Frauen und Männer schien, entwickelt sich dennoch positiv.

Seinerzeit hatte die Landjugend einen Antrag gestellt, ein kostenloses Netz nutzen zu können, berichtet Bürgermeister Dirk Albrecht. Nur sei der rechtliche Hintergrund etwas komplizierter als gedacht, betont der Bürgermeister. „Pornografische oder politische Inhalte könnten genutzt oder verbreitet werden“, erklärt der Gemeinde-Chef dem Gremium, „fallen aber auf den Anschluss-Inhaber zurück.“ In diesem Fall auf die Gemeinde. Ferner bedeuteten Vorschläge einer beauftragten Firma, die Möglichkeiten für Lüttmoor und die Hamburger Hallig geprüft hatten, dass nur eine Funklösung dort möglich wäre, die aber zu teuer sei. Daher beschloss der Gemeinderat einstimmig für die Landjugend einen eigenen Telefon- und Internetanschluss in der Alten Schule zu legen. Die Gemeinde zahlt dann die monatlichen Gebühren und die Installation. Hintergrund ist, dass die Landjugend im ersten Geschoss des Gebäudes ihren Aufenthalts- und Büroraum nutzt. Dort werden gemeinsam Formulare bearbeitet und online weitergeleitet, was laut Aussage der anwesenden Mitglieder am Smartphone arg umständlich und kompliziert sei. Für das Amsinck-Haus ist eine Lösung gefunden. Der dort bereits installierte Internetanschluss soll von den Campern mitgenutzt werden dürfen, votieren die Gemeindevertreter. Das Verfahren soll per Passwort analog zu Hotelbuchungen umgesetzt werden.

Ferner beschloss die Gemeindevertretung einstimmig, dass die Kosten für die Jubiläums-Feier der Feuerwehr Reußenköge komplett übernommen werden. Im kommenden Jahr feiern die Brandschützer ihr 75. Bestehen am 25. März. „Die Kameradschaftskasse kann ein solches Fest nicht finanzieren“, begründet Albrecht den Beschluss des Gemeinderats, die Rechnung zu zahlen. Nun werde es Einladungen geben, die an die Nachbargemeinden gehen, erklärt der Bürgermeister. Er ist nicht sicher, ob bis dahin das neue Feuerwehrfahrzeug schon geliefert werden könne. Es wäre für ihn ein passender Anlass, eine Investition in die Sicherheit der Gemeinde zu signalisieren.

An einer Anpassung der Pauschale für den Vertrag über kommunale Arbeiten in der Gemeinde mit dem Bauhof der Stadt Bredstedt hielt sich der Gemeinderat nicht lang auf. Einstimmig wurde der Betrag um 1000 Euro angehoben. Zeit benötigten die Gemeindevertreter hingegen um vorhandene Flächennutzungs- und Bebauungspläne am Sophien-Magdalenen-Koog zu beraten und auch aufzuheben. Denn: Dort soll die Koogshalle erweitert und ein Nebengebäude ersetzt werden. „Wir wollen das Nebengebäude umbauen“, verdeutlicht Albrecht die Notwendigkeit. Der B-Plan Nr. 5 wurde daher einstimmig aufgehoben. Im Anschluss wurde die Planung für den F- und B-Plan an das Planungsbüro Jappsen, Todt und Bahnsen aus Husum einstimmig vergeben.

Auch der Beschluss über den Bauantrag eines Nebengebäudes erfolgte einhellig. Es soll ein Antrag gefertigt werden, um zu sehen, was alles beachtet werden muss. Nach ausführlicher Debatte entschloss sich die Kommune die Kosten für die Verbreiterung der Straße K7 auf eine Breite von sechs Metern zu übernehmen, damit mittelfristig die gesamte Sanierung des Verkehrsnetzes abgeschlossen werden könne.

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erstellt am 16.Feb.2016 | 11:00 Uhr

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