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Beliebte Filmkulisse : Filmteams entdecken Friedrichstadt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt hat das Holländerstädtchen als Drehort bekannt gemacht. Nun beginnt eine Hamburger Produktionsfirma im Sommer mit dem Drehen. Mehrere andere Filmteams haben schon vorgefragt.

Im vergangenen Jahr geriet das Holländerstädtchen Friedrichstadt erstmals als „Klein Hollywood“ in die Schlagzeilen. Denn in die historische Altstadt hatte High-Tech Einzug gehalten. Eine Filmcrew mit modernster Aufnahmetechnik drehte dort den Kinofilm „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ nach dem Roman von Boy Lornsen, der im November in die Kinos kommen soll. Das Filmteam war mit einer Crew von gut 70 Leuten in die Stadt gekommen, mit zehn großen Lkw und zehn kleineren Transportern. „Man muss einfach auch mal die Friedrichstädter loben“, betonte Sören Bode von der Aufnahmeleitung im Spätsommer des vergangenen Jahres. „Wir sind hier mit offenen Armen aufgenommen worden, die Absprachen klappten reibungslos.“ Und es gab eine ganze Menge zu regeln, schließlich mussten für den Dreh in der Innenstadt sogar Ampelanlagen aufgebaut werden. Besonders problematisch: Um die einzelnen Drehorte möglichst von parkenden Autos freizuhalten, wurden auch immer wieder wechselnde Halteverbotszonen eingerichtet. Das hat alles so gut geklappt, dass es sich in der Branche scheinbar herumgesprochen hat, dass das Holländerstädtchen ein toller Drehort ist.

Das bestätigt auch Volker Krappen von der Hamburger Produktionsgesellschaft Krebs & Krappen GmbH, die im Juli anreisen wird, um dort bis etwa Mitte September die Komödie mit dem Arbeitstitel „Kuddelmuddel – Vadder, Sohn und Meer“ drehen will. Dabei, so sagt Krappen, handele es sich um eine Auftragsarbeit für die ARD Degeto. Vorgesehen ist die Ausstrahlung der Komödie in der Primetime, an einem Freitagabend. Wann genau, kann Krappen aber noch nicht sagen. „Wir sind noch ganz am Anfang, sind mitten in den Vorbereitungen.“ Bei Kuddelmuddel – Vadder, Sohn und Meer“ handelt es sich um eine „ziemlich norddeutsche Geschichte. Die Geschichte von gut und gerne 50.000 Krabben, an die 300 Schafen und jeder Menge Fischköppen. Vor allem aber die Geschichte des charismatischen Tausendsassas, Shantychorleiters, Rutengängers und Kutterführers Kuddel, der seinen erwachsenen Sohn und Edelcoiffeur Danny wieder bei sich auf und unter seine Fittiche nehmen muss“, wie es in einer Kurzinfo der Produktionsfirma heißt.

Volker Krappen verrät aber auch, dass es sich dabei um eine reine Fantasiegeschichte handelt und natürlich nicht nur Friedrichstadt eine zentrale Rolle spielen werde. Auch der Hafen von Tönning und der Strand von St. Peter-Ording werden wichtige Kulissen sein, „denn Fischereihafen und Sandstrand gehören ja nun einmal zu Norddeutschland“, wie Krappen sagt.

Bereits im April hingegen rückt ein NDR-Team an. Dabei handelt es sich um Auszubildende, die den Streifen „Geheime Geschäfte“ in der örtlichen Apotheke am Marktplatz drehen wollen.Bei dieser Filmcrew handelt es sich um Auszubildende in den verschiedenen Filmberufen. Bereits der erste Teil der Serie „Mord ohne Leiche“ wurde auch in einer Apotheke gedreht.

Das dritte Filmteam, das in diesem Jahr in Friedrichstadt arbeiten wird, kommt auf Einladung des örtlichen Fremdenverkehrsvereins. Es soll nämlich einen neuen Imagefilm über die Stadt drehen. Dabei werden all die großen Veranstaltungen, wie etwa Tischlein deck dich, Rosenträume und das Lampionfest festgehalten.

Anja Andresen vom Tourismusbüro berichtet aber auch, dass es noch mehr Anfragen von Filmgesellschaften gebe, die aber noch nicht konkret seien. Aufmerksam scheint die Filmwelt auf das kleine Friedrichstadt aber nach Einschätzung von Anja Andresen tatsächlich durch die Dreharbeiten des Boy Lornsen Streifens geworden zu sein. Volker Krappen jedenfalls gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn er von Friedrichstadt spricht und nennt es immer noch einen „Geheimfavoriten“.

 

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erstellt am 25.Mär.2016 | 15:30 Uhr

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