Video über „Bonirob“ : FH Westküste entwickelt Roboter fürs Unkrautjäten

Mit dem Roboter soll Unkraut schneller bekämpft werden als bisher. Bis zu zwölf Studenten arbeiten an dem Projekt.

shz.de von
17. Juli 2015, 18:11 Uhr

Friedrichsgabekoog/Heide | Die Fachhochschule Westküste (FHW) will einen Roboter fürs Unkrautjäten bauen. Mit einer speziellen Software soll die aus normalen Industrie-Teilen zusammensetzte Maschine in einem ersten Schritt das Kraut der Mohrrüben von anderen Pflanzen unterscheiden lernen, sagte Prof. Stephan Hussmann am Freitag bei der Vorstellung des Konzepts in Friedrichsgabekoog im Kreis Dithmarschen. „Wir hoffen, dass der Feldroboter ,Bonirob‘ in drei Jahren einsatzbereit ist.“

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Als mobile Forschungsplattform nutzt die FHW einen 240.000 Euro teuren selbstfahrenden Roboter-Prototypen von der Firma Bosch. Ein Schacht in seinem Inneren bietet ausreichend Platz für unterschiedliche Kamera-Systeme. Dabei komme es unter anderem auch auf den Blickwinkel der Optiken an, denn „wir wollen gucken und nicht unter Blättern wühlen“, sagte Hussmann. An dem Projekt seien in der FHW bis zu einem Dutzend Studenten während ihrer Ausbildung beteiligt - vom Erstsemester bis zum Doktoranden.

Hintergrund ist, dass auf Feldern ein Hektar Unkrautjäten per Hand rund 100 Arbeitsstunden beansprucht - „wenn man schnell ist“, sagte Bio-Bauer Rainer Carstens. Es gebe jedoch immer weniger Helfer für diese Arbeit.

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