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Husumer Nachrichten

20. Oktober 2017 | 22:39 Uhr

Feuerwehr - oft Mädchen für alles

vom

Retter öffneten im Rahmen des Kinder-Kultur-Festivals ihre Türen / Auch Erwachsene zeigten großes Interesse an der Arbeit der Blaujacken

shz.de von
erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Friedrichstadt | Für Stadtwehrführer Birger Thomsen war sofort klar: "Beim Kinder-Kultur-Festival machen wir mit." Und so öffnete die Stadtfeuerwehr am Sonnabend Türen und Tore. Nicht nur Kinder, auch Erwachsene zeigten sich interessiert. Dass auch Urlauber kamen, war für die Beteiligten ein schöner Nebeneffekt. So berichtete Bernd Baaske aus Duisburg, der mit seinem Sohn Paul (13) Urlaub in St. Peter macht, über die so ganz anderen Feuerwehr-Gegebenheiten im Bundesland Nordrhein-Westfalen: "Da gibt es viel mehr Berufsfeuerwehren. Es ist wirklich erstaunlich, was die freiwilligen Wehren in Schleswig-Holstein leisten."

Berufsfeuerwehren seien ab einer Stadtgröße von 80 000 Einwohnern vorgesehen, berichtete der Wehrführer, und dafür kommen gerade mal Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster in Frage - sie haben Berufsfeuerwehren. Die Stadt Norderstedt dagegen halte auch bei der Einwohnergröße weiterhin freiwillige Feuerwehren vor.

Ins Staunen geriet auch die zehnjährige Niva, die in Saudi-Arabien wohnt und Ferien in Winnert macht. Im Orient schafft rotes Rundumlicht auf den Fahrzeugen "Sonder- und Wegerecht"- also freie Bahn für die Einsatzfahrzeuge. Und auch die akustischen Sondersignale klingen ganz anders. Die Rettung wird nicht von Einsatzfahrzeugen des Roten Kreuzes, sondern der Organisation "Roter Halbmond" durchgeführt. "Feuer und Flamme" waren auch die stellvertretende Wehrführerin Stephanie Wohlert, Jugendfeuerwehrwart Torben Clausen und Roland Albrecht. Sier erläuterten: Die Stadtfeuerwehr verfügt über vier große Einsatzfahrzeuge - ein Drehleiterfahrzeug inbegriffen. Und da Friedrichstadt von Grachten und Flüssen durchzogen und umgeben ist, besitzt die Wehr auch ein motorbetriebenes Rettungsboot, die Frieda.

Die Lütten durften vor Ort alles ausprobieren. Sie staunten: Den Einsatzschlauch beim Löschangriff müssen schon mal zwei Leute festhalten, denn das Wasser kommt mit einem gewaltigen Druck heraus. Wer mochte, durfte sich in der stabilen Rettungstrage von den jungen Kameraden herumschleppen lassen oder das Nebellöschsystem "Hydroschild" testen. Erklärt wurden die vielen Gerätschaften, die für die Einsätze benötigt werden. "Denn die Feuerwehr fährt ja nicht nur dahin, wo ein Haus brennt", erklärte der Wehrführer, "wir holen auch Katzen vom Baum, helfen bei Unfällen, öffnen verschlossene Türen und packen beim Rettungsdienst mit an, wenn wir angefordert werden."

Essen und Getränke standen auch bereit - "und wir haben gaaanz viele Fragen beantwortet", zieht Stephanie Wohlert Bilanz am Abend Bilanz.

Das "Kinder-Kultur-Festival" läuft noch bis zum 18. August. Anmeldung und Info im Museum "Alte Münze", Telefon 04881/87422.

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