zur Navigation springen

Jahresrückblick für Friedrichstadt : Feuerwehr ist Dauerthema

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Themen Zukunftsstadt und Brandschutz beschäftigten die Friedrichstädter Kommunalpolitiker unter anderem im Jahr 2016. Auch im neuen Jahr werden sie sich damit befassen.

Das Thema Feuerwehr beschäftigt die Stadt Friedrichstadt seit Anfang des Jahres, eigentlich sogar schon viel länger. Im Januar eskalierte der Streit in der Wehr so sehr, dass die Stadt Mediatoren einsetzte. Doch alle Rettungsversuche scheiterten. Schließlich reichte die Mannschaftsstärke nicht mehr aus. Anfang Mai wurde eine Pflichtfeuerwehr ins Leben gerufen. Viele Bürger erhielten eine Einberufung, nicht alle waren damit einverstanden. Auch im Dezember erreichten wieder neue Bescheide einige Friedrichstädter, damit die Sollstärke gehalten werden kann. Parallel plant die Stadt schon seit längerem ein neues Gerätehaus zu bauen, es sollte neben der früheren Eidermühle entstehen. Doch Ende des Jahres musste dieser Plan einkassiert werden, nun wird die neue Feuerwache wohl an der Schleswiger Straße (altes Autohaus) gebaut. Im Investitionsplan der Stadt sind dafür rund 1,5 Millionen Euro eingeplant. Das Thema Feuerwehr wird die Stadt auch weiter beschäftigen, denn unter anderem soll ein Förderverein gegründet werden.

*
Wie auch schon in den Vorjahren bestimmte das Thema Zukunftsstadt die Kommunalpolitik. Unter mehr als 200 Kommunen aus ganz Deutschland hatte sich Friedrichstadt bereits in einer ersten Vorentscheidung im bundesweiten Wettbewerb „Wie sieht die Stadt von morgen aus?“ durchgesetzt und mit 52 anderen Gemeinden die erste Etappe erfolgreich gemeistert. Die Stadt erhielt 35.000 Euro. Auch in die zweite Phase war der Einzug offiziell im November gelungen, dafür gab es 100.000 Euro. Bereits im März wurde unter anderem zur Begleitung des Projektes Zukunftsstadt eine Stadtmanagerin eingestellt. Annika Müller soll fünf Jahre lang im Holländerstädtchen arbeiten.

*
Nach dem alle Versuche gescheitert waren, nach dem Auszug des Standesamtes wieder mehr Leben in das Rathaus am Marktplatz zu bringen, und auch die Polizei abgesagt hatte, reiften die Pläne für einen Umzug der Stadtbücherei in das Haus. Im Januar wurde mitgeteilt, dass der Bereich des Rathauses nicht unterkellert ist, in dem die Bücherei einziehen sollte. Im Sommer war es soweit, der neue Standort bezogen. Viel Arbeit hat dies für die Mitarbeiter bedeutet, denn kistenweise mussten Bücher und andere Medien vom alten Gebäude am Stapelholmer Platz zum Marktplatz gebracht werden.

*
Eine gute Nachricht erreichte Bürgermeister Eggert Vogt im Januar. Der Haushalt für das Jahr 2016 war genehmigt worden. Somit konnten die Planungen für die energetische Sanierung der Gemeinschaftsschule konkretisiert werden. Im Sommer begannen die umfangreichen Arbeiten während der Schulferien. Doch die Eider-Treene-Schule wird auch in Zukunft noch Anlaufstation für die Handwerker werden, denn der erste von drei Modernisierungsabschnitten ist gerade beendet und hat 1,3 Millionen Euro verschlungen.

*
Noch im Januar sah es nicht so gut aus, die Stadt hat danach fast ein Jahr mit der Tennet verhandelt. Schließlich soll das geplante Neubaugebiet nach Nordosten erweitert werden – nur, dort sollen auch die neuen Masten der 380 KV-Westküstenleitung stehen. Nach langen Verhandlungen sieht es wohl so aus, dass das Baugebiet erschlossen werden kann, die Masten werden dann etwa 300 Meter davon entfernt aufgebaut.

*
Der beliebte Wanderweg entlang des Treenedeichs war im Januar plötzlich geschlossen. Der neue Pächter hatte Verbotsschilder aufgestellt und Zäune gesetzt. Immer wieder verhandelte die Stadt mit dem Eider-Treene-Verband in Pahlen. Mehrfach wurde der Weg angeblich wieder freigegeben, blieb dann aber doch geschlossen. Seit Herbst ist er nun aber tatsächlich wieder zugänglich.

*
2011 wurde der Kreisel am Ortseingang im Zuge der B  202 gebaut. Ein Jahr später gab es einen Ideenwettbewerb um ihn aufzuhübschen. Im Februar 2016 war es dann soweit, eine Stadtsilhouette aus Edelstahl wurde aufgestellt. Die feierliche Einweihung hat Ende des Jahres stattgefunden.

*
Mittlerweile gehört der Dreimaster „Seeadler“ zum Stadtbild. Im Februar lag das vom verstorbenen Kieler Künstler und Holzbildhauer Ralph Heinrich gebaute Schiff vier Jahre im Hafen. ,Schon vor eineinhalb Jahren hätte es abgeholt werden sollen, um restauriert zu werden.

*
Nicht ganz so lange, aber von Januar bis November hat es auch gedauert, ehe die Eiderbrücke wieder zweispurig befahren werden konnte. Die Lager der Brückenklappen mussten gewechselt werden, da sie durch den Lkw-Verkehr zu viel Spiel bekommen hatten. Für diese Arbeiten war eine zweiwöchige Vollsperrung notwendig, die Verkehrsteilnehmer mussten mehr als 30 Kilometer Umweg in Kauf nehmen.

*
Seit April wird heftig um die Ortsgestaltungssatzung gestritten. Hauptthema sind nach wie vor die Verwendung von modernen Baumaterialien wie Kunststofftüren und -fenster. Die Debatte erhielt neuen Auftrieb, als im Herbst bekannt wurde, dass Friedrichstadt Anfang 2017 zum Flächendenkmal erklärt werden soll.

*
Alle zwei Jahre findet der Regionaltag am 1. Mai auf dem historischen Marktplatz statt. Diesmal hatten die Veranstalter Glück mit dem Wetter, mehr als 70 Aussteller lockten zahllose Besucher in die Stadt.

*
Eine unglaubliche Geschichte wurde im Mai bekannt. Offiziell ist der Bürgermeister gleichzeitig auch Chef über mehr als 350 Häfen. Denn laut einer Landesverordnung wurde jeder Bootssteg in den Grachten als Hafen geführt.

*
Im Juni starteten mehr als 430 Schüler zu einem Lauf durch Friedrichstadt. Die Veranstaltung kam so gut an, dass an eine Wiederbelebung des vor einigen Jahren eingestellten Stadtlaufs gedacht wird.

*
Am ersten Juli-Wochenende duftete die ganze Stadt nach Rosen. Die zweitägigen Rosenträume begeisterten Einheimische und Besucher.

*
Tausende Gäste feierten das Lampionfest am letzten Juli-Wochenende. Höhepunkt des früher Stadtfest genannten dreitägigen Großereignisses ist immer der Lampionkorso auf den Grachten.

*
Erfunden wurde sie in Friedrichstadt, die Kulturnacht. Immer am letzten Augustwochenende öffnen Künstler und Galeristen ihre Häuser für Besucher. An mehr als 20 Orten, vom Wohnhaus bis zur Kirche, waren die Werke von mehr als 30 Künstlern zu sehen.

*
Die stählerne Bogenbrücke über die Eider wurde zur Festmeile. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens dieses Baus feierten Dithmarscher und Nordfriesen gemeinsam am ersten September-Wochenende auf der Brücke. Dazu wurde sie für einen Tag für den Verkehr gesperrt.

*
Glück im Unglück Anfang September. Ein Feuer in der Schulküche der Treeneschule verursachte einen Schaden von rund 150.000 Euro. Wären die Türen nicht verschlossen gewesen, hätte sich der Brand auf das ganze Schulgebäude ausgedehnt.

*
Seit Anfang Oktober konnten die Kommunalpolitiker nicht mehr im Sitzungssaal des Rathauses tagen. Ein Heizkörper war von der Wand gebrochen, der ganze Raum stand unter Wasser. Bis in das Erdgeschoss hinein wurden die Räume in Mitleidenschaft gezogen. Erst Anfang des neuen Jahres dürfte alles wieder auf Vordermann gebracht sein.

*
Die Friedrichstädter freuten sich. Nach Jahren gab es wieder einen Weihnachtsmarkt. Zwei Tage lang standen zum ersten Advent Ende November rund 20 Hütten und zwei große Zelte auf dem Marktplatz. Parallel dazu hatten die Geschäftsleute der Stadt zu einem Late-Night-Shopping eingeladen.

zur Startseite

von
erstellt am 30.Dez.2016 | 15:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen