Kating : Feueralarm im Katinger Wald

Aus Tankfahrzeugen kam das Wasser für den Löscheinsatz mitten im Wald.
Aus Tankfahrzeugen kam das Wasser für den Löscheinsatz mitten im Wald.

Die Feuerwehren Tönning und Kating konnten beim Brand im Katinger Wald Schlimmeres verhindern, fast zwei Stunden kämpften sie gegen die Flammen.

shz.de von
27. Juli 2018, 07:00 Uhr

Nur der Aufmerksamkeit eines Autofahrers und dem schnellen Anrücken vieler Feuerwehrleute ist es zu verdanken, dass es am Donnerstag (26. Juli) um kurz vor 12 Uhr nicht zu einer Katastrophe im Wald am Katinger Watt gekommen ist. Der aufmerksame Autofahrer bemerkte im Vorbeifahren aufsteigenden Rauch. Er tat das einzig Richtige und wählte sofort den Notruf 112. Außerdem folgte er der Empfehlung von Kreisbrandmeister Christian Albertsen: Er blieb mit seinem Fahrzeug als Einweiser auf der Straße stehen. Dadurch entfiel längeres Suchen im größeren Waldgebiet für die mit sieben Fahrzeugen anrückenden Einsatzkräfte. Am Brandort griffen die Flammen bereits kräftig um sich.

Im Erstangriff bekämpften die acht Katinger Feuerwehrleute den Brand mit Wasser aus ihren beiden Fahrzeugen. Denn in dem großen Gelände gibt es zwar mehrere Bach- und Flussläufe, doch die sind nach der monatelangen Dürre allesamt ausgetrocknet. Die Tönninger Feuerwehr rückte mit 22 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen an und setzte Wasser aus ihren großen Tankfahrzeugen ein. Da dringend weiteres Wasser gebraucht wurde, eilten die jeweils leeren Tanker mit Blaulicht zurück nach Kating, um an den dortigen Hydranten wieder aufgefüllt zu werden. Über einen längeren Zeitraum hinweg hielt dieser sehr spezielle Linienverkehr an. Um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen, wurde den Wassermengen das bewährte Löschmittel F 500 zugesetzt.

Bei 31 Grad Außentemperaturen und zusätzlicher Hitze durch das Feuer kämpften die Feuerwehrleute am äußersten Limit, auch Schaufeln kamen zum Einsatz. Das Feuer wurde von mehreren Stellen aus gleichzeitig angegangen. In Brand geraten waren auch Holzstapel. Um den eigenen Durst zu löschen, griffen die Männer und Frauen auf Mineralwasser zurück. Um 13.30 Uhr konnte der Einsatz beendet werden.

Bereits zwei Tage zuvor war die Tönninger Wehr bei einem Flächenbrand am Axendorfer Weg im Einsatz. Kreiswehrführer Christian Albertsen ist weiterhin in allergrößter Sorge: „Wir brauchen dringend Regen. Für Sonnabend sagt der Wetterdienst Gewitter voraus, hoffentlich tritt die Vorhersage ein. Der Boden ist mittlerweile so trocken, dass er kaum Wasser aufnehmen kann, wenn es regnet. Auch müsste es langanhaltender Regen sein, alles andere entspannt die Lage nur kurz. Also lieber zehn Milimeter pro Quadratmeter über drei Stunden verteilt, als 20 Milimeter Regen in nur 30 Minuten.

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