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Husumer Nachrichten

24. Oktober 2017 | 01:17 Uhr

Efkebüll : Feuchter Spaß Klootstockspringen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Exakt 3,70 Meter lang und aus Eschen- und Buchenholz müssen die Sportgeräte sein. In Efkebüll kämpften gleich acht Mannschaften um den Pokal.

Es gibt Events, die Kultcharakter haben. Dazu gehört das Efkebüller Klootstockspringen. Auch die elfte Veranstaltung zog viele Besucher aus der Region sowie Urlaubsgäste ab. Traditionsgemäß wurde dazu der Platz gegenüber der Schankwirtschaft hergerichtet. Noch am Morgen, so berichteten Volker Weinreich (Dörpsvereen Efkebüll) und Wehrführer Jan Oechsler – sie hatten neben dessen Vorgänger Naamann Christiansen die Organisationsfäden in der Hand –, habe es gar nicht gut ausgesehen. Der Boden war durch die starken Regenfälle des Vortages völlig durchnässt. Doch mit Hilfe vieler Bewohner aus dem 200-Seelen-Dorfteil konnte er rechtzeitig vor dem Start präpariert werden „Wir haben hier eine tolle Dorfgemeinschaft. Jung und Alt steht zusammen. Es wird einfach ohne viel zu fragen angepackt“, so Oechsler sichtlich begeistert.

Am Nachmittag kam die Sonne zwischen den Wolken hervor. Bereits vor dem Match war der von Ingrid Prahl und Stefanie Kühn angebotene Spieleparcour für die Kinder der Renner. Dann ging es los: Acht Mannschaften – zusammengewürfelt oder aus Vereinen und Firmen – stellten sich der Gaudi. Die Stimmung war gut. Anfeuerungsrufe schallten über die Wettkampfarena. „Wir schaffen das“, motivierten sich die Akteure der Teams gegenseitig. Gern hätten sich einige davor gedrückt, den Wassergraben zu überwinden. Kurz vorher war er noch mit kaltem Wasser aufgefüllt worden. Für jede Aktion, ob geschafft oder nicht, gab es reichlich Applaus. Der Spaß an der Sache zählte eben.

„Die müssen geübt haben“, merkte Hans-Jakob Hansen aus Enge-Sande an. Auffallend wenige Springer gingen nämlich tatsächlich im kühlen Nass baden. Diejenigen die hineinfielen, hatten die Lacher auf ihrer Seite. Vor den entscheidenden Sprüngen mussten sie auch noch Schikanen meistern und Geschicklichkeit unter Beweis stellen. So galt es, einen mit Wasser gefüllten Behälter auf einem Helm, der auf dem Kopf befestigt wurde, möglichst ohne Verlust zu transportieren. Das Aufpusten eines Luftballons hatte ebenfalls seine Tücken. Erst einmal genug Puste aufbringen und dann noch eine Ladung Mehl aus dem präparierten und geplatzten Ballon ins Gesicht zu bekommen, waren Herausforderungen.

Den Sieger-Pokal nahm am Ende die Mannschaft der „Freiwilligen Feuerwehr Ost-Efkebüll & Co.KG“ mit nach Hause. Das Team „The Guardians von Handog“ schaffte den zweiten Platz. Den dritten Rang holte sich die Freiwillige Feuerwehr Bargum. Den Sonderpreis für originelles Outfit nahmen jubelnd „Die Einhörner“ entgegen.

Bei kulinarischen Genüssen und einem guten Schnack klang das etwas andere Dorffest aus. Besonders viel Applaus erhielt die „Efkebüller Dorfband“ für ihre Einlagen. „Das war ein richtig tolles Dorffest mit viel Engagement. Ich habe sehr viel Spaß gehabt“, so Urlaubsgast Friedrich Gärtner aus Hamburg. Er habe davon aus unserer Zeitung erfahren. Die Klootstöcke kamen einmal mehr aus dem Fundus von Stellmacher Peter Walter Brodersen. Der hatte sie nach historischen Maßen gefertigt. Exakt dreimetersiebzig Länge mussten sie haben und aus Eschen- und Buchenholz sein.



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