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Musik vom Feinsten in Husum : Festival mit hochkarätiger Besetzung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Am Wochenende steigt im Speicher das Singer-/Songwriter-Festival „Husum Harbour“ – und es gibt noch einige wenige Restkarten. Viele Besucher kommen von weit her, um dabei zu sein.

Nanu, was ist denn da los? Am Sonnabend und Sonntag, 12. und 13. April, steigt im Speicher das „Husum Harbour“ – ein Singer/Songwriter-Festival. Mit dabei sind Alin Coen, Die Höchste Eisenbahn, Town Of Saints, Lost Name und Dangers of the Sea. Das sind echte Kapazitäten auf ihrem Gebiet. Und so verwundert es auch nicht, dass die Karten für den Sonntag – der Tag, an dem ab 10.30 Uhr der Sänger von Dangers of the Sea solo auf der Bühne steht – bereits restlos ausverkauft sind.

Was allerdings verwundert, ist, dass vermutlich keine einzige der Vorverkaufs-Karten an einen Husumer ging. „Die Besucher kommen alle von zum Teil weit außerhalb und machen sich dann in Husum ein schönes Wochenende“, vermutet Speicher-Geschäftsführerin Noren Fritsch. Der zunächst kurios anmutende Sachverhalt sei aber kein Einzelfall, so Fritsch. Eine Erklärung dafür habe sie zwar nicht, aber eine gute Nachricht für alle musikbegeisterten Husumer: „Für den 12. April sind noch 20 Restkarten übrig.“

Wer die haben will, sollte sich beeilen, denn das Programm des Sonnabends ist nicht minder hochkarätig wie das des Sonntags. Alin Coen zum Beispiel: Die verkaufte mehr als 30 000 Exemplare ihres ersten Albums und nahezu jedes Konzert ihrer letzten Tour war ausverkauft. 2011 nahm sie an Stefan Raabs „Bundesvision Song Contest “ teil und gewann den deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie Nachwuchsförderung. Zusammen mit ihrer Band veröffentlichte sie im Juni vergangenen Jahres ihr zweites Album „We’re Not The Ones We Thought We Were“. Die hervorragenden Texte von Alin Coen sind Gedichte und Geschichten. Ihre Lieder legen den Finger in die Wunden der Gesellschaft und treffen auf Herz und Verstand einer Generation, die sich noch finden will und stetig auf der Suche ist.

Die höchste Eisenbahn besteht im Kern aus Francesco Wilking – Sänger der Band Tele – und dem Berliner Musiker und Regisseur Moritz Krämer. Unterstützt durch Bassist und Keyboarder Felix Weigt (spielt unter anderem bei Spaceman Spiff und Kid Kopphausen) sowie Schlagzeuger Max Schröder (Der Hund Marie, Tomte) wurde die Indie-Pop-Formation unlängst im Rahmen der Veröffentlichung ihres Albums „Schau In Den Lauf Hase“ als „Singer-/Songwriter-Supergroup“ bezeichnet.

Town of Saints – zwei Niederländer und eine Finnin – sorgen dafür, dass weiter getanzt werden kann beim „Husum Harbour“: Mit ihrem Debütalbum „Something To Fight With“ im Gepäck spielt die Indie-Folk-Band seit fast drei Jahren ununterbrochen phantastische Konzerte. Alle Gefühlsschwankungen, die man am Ende der Zwanziger so haben kann, verpacken Town of Saints dabei mit einer ordentlichen Portion Ironie in wunderbaren Indie-Sound.

Eröffnet wird der lange Abend von Lost Name: „ . .. a project located everywhere, existing forever and never ending – ein Projekt, das überall präsent ist, für immer existiert und niemals endet”, wie es im Promotext zu Andi Langhammers erstem Album „Bring Me To The Ocean“ heißt. Der Musikblog „Rote Raupe“ schreibt dazu: „Ein Mammutwerk! 62 Minuten voll mit Leidenschaft, Liebe, Streichern, Akustikgitarre und einer Stimme, die sich vor Dringlichkeit manchmal fast zu überschlagen scheint.“ Vergleiche mit Connor Oberst zieren jede zweite Albumkritik. „Located everywhere – überall präsent“? Präsent im Speicher Husum – zumindest am 12. April ab 18.30 Uhr. Der Eintritt kostet 16 Euro im Vorverkauf.

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