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Kirchen-Geburtstag : Festgottesdienst zum Abschluss

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Jubiläumsfeierlichkeiten zu 900 Jahre Eiderstedter Kirchen wurden in Tetenbüll würdig beendet. Vereine und Verbände aus den sechs beteiligten Gemeinden beteiligten sich am Umzug durch den Ort. Die Predigt in St. Anna hielt Propst Jürgen Jessen-Thiesen.

Ganz im Zeichen des Erntedanks stand der Abschluss der Feiern zum 900. Geburtstag von Kirchen in der Mittelregion Eiderstedts in der St. Anna- Kirche in Tetenbüll. Sie gehört zum Kreis von fünf weiteren Gotteshäusern in Katharienenheerd, Osterhever, Poppenbüll, Tetenbüll, Vollerwiek und Welt, in denen seit Pfingsten verschiedene Veranstaltungen aus Anlass des Jubiläums stattgefunden haben. Hieran erinnerte Tetenbülls stellvertretender Bürgermeister, Ralph Martens, in seiner Ansprache: „Viele helfende Hände sind bis zum heutigen Tag nötig gewesen, um das mehrmonatige Programm auf die Beine zu stellen.“ Dafür dankte er zuvor Gemeindepastor Holger Beermann den Ehrenamtlern. Der Geistliche erinnerte außerdem daran, dass es Grund genug gebe, auch für Frieden, Kleidung, Wohnung und nahestehenden Menschen dankbar zu sein.

Zum Auftakt des Gottesdienstes zogen Delegationen der Ringreiter, der Boßler, der Feuerwehren, der Landfrauen und der Sänger aus den beteiligten Gemeinden mit ihren Fahnen in die Kirche ein. Diese platzierten sie im Altarraum neben der Erntekrone und einem mit Obst, Gemüse, Getreide und Herbstblumen dekorierten Stand. Den Blick darauf lenkte Propst Jürgen Jessen-Thiesen in seiner Predigt. Er appellierte an die Zuhörer, sich angesichts einer auf Wachstum und Beschleunigung ausgerichteten Gesellschaft, neu zu besinnen. Dazu sei es nach einem Bibelwort erforderlich, das Glück nicht in Vermehrung des Besitzes zu suchen, sondern sich an der Natur und ihren Früchten sowie an den Mitmenschen zu erfreuen. Die 900 Jahre alten Kirchen seien keine Museen irdischer Schätze, sondern Stätten, an denen man in guten und in schlechten Zeiten vom Geist Gottes berührt werde.

An der weiteren Gestaltung des Gottesdienstes beteiligten sich Pastorin Eva Hoefflin aus Osterhever und Pastor Thomas Knippenberg aus Garding sowie Vertreter der Kirchenvorstände. Dazu gehörten Beatrix Meister aus Welt und Ute Böttcher vom Heverbund, die einen Psalm und das Glaubensbekenntnis lasen. Neben ihnen trugen Ralph Martens und Vertreter von Vereinen Fürbitten-Gebete aus verschiedenen Lebensbereichen vor. Für einen gelungenen musikalischen Rahmen sorgte Elisabeth Weisenberger. Die Gardinger Kantorin leitete den Kirchen- und den Posaunenchor sowie die Flötengruppe. Außerdem überzeugte sie mit virtuosem Orgelspiel. Zum Abschluss würdigte Holger Beermann die Arbeit von Kurt Riggert, der das Logo für das Kirchenjubiläum gestaltet hatte und überreichte ihm Blumen und einen Gutschein. Gleichzeitig erinnerte Beermann daran, dass es nur noch wenige Tassen und T-Shirts mit den symbolisierten sechs Kirchen zu kaufen gebe.

Bereits am Morgen hatte sich ein knappes Dutzend herbstlich geschmückter Traktorengespanne aus den beteiligten Gemeinden und aus Garding vor der Schule zu einem Umzug durchs Dorf formiert, der von der Feuerwehr Tetenbüll begleitet wurde. Einwohner und Gäste verfolgten den Konvoi, an dem sich auch die übrigen Mitwirkenden beteiligten, darunter auch mehrere Frauen in Eiderstedter Tracht. Bei einem Imbiss für alle Gäste im Gemeindezentrum klang der Festakt aus. Zufrieden zeigte sich Pastor Beermann über den Verlauf der Veranstaltung. „Sie hat eindrucksvoll die Vielfalt unserer Gemeinden bewiesen und uns daran erinnert, wie viel Gutes wir haben.“ Den Feriengästen Johannes und Julia Wittke aus Berlin war noch etwas aufgefallen: „Die Menschen hier wirken so entspannt und zufrieden.“






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